Beim Stand von 1:2 bekamen die Gastgeber nochmal einen Freistoß zugesprochen: Niclas Hartwig brachte den Ball an den zweiten Pfosten, Spielertrainer Sebastian Sonnenberger traf per Kopf zum 2:2-Ausgleich – der Punktgewinn war für Niklas Herget das Minimum: „Gegen den Tabellennachbarn klingt ein Punkt erstmal nicht so schlecht, aber nach so einem Spiel ist das definitiv zu wenig“, haderte der SGB-Coach: „Wir haben aus meiner Sicht eine sehr gute Leistung gezeigt, waren präsent in den Zweikämpfen und hatten mindestens 70 Prozent Ballbesitz. Dazu hatte Lichtenau kaum Chancen.“
Dass die SGB dennoch erst auf den letzten Drücker zum Ausgleich kam, konnte sich auch Herget nicht wirklich erklären: „Deswegen ist das Ergebnis schwer einzuordnen. Man konnte sich wirklich fragen, wie wir 1:2 hinten liegen konnten.“ Das hatten sich die Gastgeber allerdings teilweise selbst zuzuschreiben: Durch einfache Fehler im Spielaufbau konnte der LFV zumindest einige Konter fahren, so gelang dem ehemaligen Neuhofer Nestor Orellana auch der zwischenzeitliche Ausgleich (40.) – und weil bei einem abgefälschten Freistoß auch noch Pech dazu kam, lief die SGB-Reserve über 30 Minuten einem Rückstand hinterher, bis Sebastian Sonnenberger immerhin noch der Ausgleich gelang. „Wir haben gegen tiefstehende Lichtenauer dann immer wieder versucht anzuschieben, sie konnten auch fitnesstechnisch nicht mehr mit uns mithalten. Wenn du so ein Spiel schon nicht gewinnst, ist es umso wichtiger, dass du nicht verlierst – vor allem gegen einen Tabellennachbarn“, formulierte es Herget abschließend.
Barockstadt II: Diamantidis; Trabert, Banh, Liebermann, Trier, Iljazi, Fuchs, Mar. Poch, Sonnenberger, Hartwig, Hör (Hartwig, Mer. Poch, Lucian Arnold)
Lichtenau: Bantis; Gadea, Koteliukh, Graur, Ludwig, Cucu, Yigitoglu, Orellana, Grosu, Isilak, Kugler (Vogelsang, Mosneagu, Bursuc, Vasylchenko, Alamri)
Tore: 1:0 Louis Fuchs (27.), 1:1 Nestor Orellana (41.), 1:2 Artem Koteliukh (50.), 2:2 Sebastian Sonnenberger (87.)
Zuschauer: 100.
