Bereits nach nicht einmal zehn Minuten war die Partie mehr oder weniger entschieden: Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 für den SVS um Trainer Petr Paliatka – und für beide Tore war Hennighausen verantwortlich: Nicht einmal 180 Sekunden waren gespielt, als Can Ay noch an SVH-Keeper Dominik Wendt scheiterte, Hennighausen aber perfekt stand und die Führung für die Gastgeber erzielte (3.). Nur fünf Minuten später war es dann wieder der 27-Jährige, der den Fuß in einen Distanzschuss von Dennis Reichmann hielt und den Ball unhaltbar ins Tor lenkte. „Eigentlich war die Sache dann schon durch“, musste auch Hofbiebers Coach Sebastian Vollmar zugeben: „Alles in allem war das ein verdienter Sieg von Steinbach, die Qualität war für uns heute einfach zu hoch.“
Zu diesem Zeitpunkt deutete sich bereits ein rabenschwarzer Nachmittag für die Gäste an – der SV Hofbieber steckte jedoch nicht auf und präsentierte sich im Anschluss zumindest phasenweise nicht wie ein designierter Absteiger: Steinbach kam nur noch selten gefährlich vor das Tor, und die Mannschaft von Vollmar hatte ihrerseits zumindest einige, wenige gefährliche Szenen in Strafraumnähe. „Alles in allem waren wir aber zu passiv, hatten vielleicht auch etwas zu viel Respekt und müssen körperlich präsenter sein. Dennoch: Über weite Strecken haben wir das ordentlich gemacht“, konstatierte Vollmar – was auch der einzige Wehrmutstropfen für SVS-Coach Paliatka war: „In einigen Situationen können wir das besser lösen. Wir haben dem Gegner zwei Mal die Möglichkeit gegeben zu treffen. Es hätte 2:1 stehen können, dann hätte die Partie vielleicht nochmal eine Wendung genommen“, konstatierte der SVS-Coach und zog Parallelen zum 1:1 in Eichenzell vor Wochenfrist, als die Steinbacher in der Schlussphase einen Platzverweis kassierten und die Britannia in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich kamen. „Man hat aber gemerkt, dass wir das anders angenommen haben als in Eichenzell“, lobte Paliatka: „Natürlich hat uns das frühe 2:0 auch in die Karten gespielt, das nimmt dem Gegner dann ein bisschen die Lust, an irgendwas zu glauben.“
Weil der SV Hofbieber die von Paliatka angesprochenen Möglichkeiten aber nicht verwerten konnte, und Carlo Yanez nach etwas mehr als 50 Minuten den dritten Treffer nachlegte, war der Deckel endgültig auf der Partie. Simon Hennighausen sorgte mit seinem dritten Treffer zehn Minuten vor dem Abpfiff für den 4:0-Endstand – und der SV Steinbach kletterte durch den Sieg auf Platz zwei in der Tabelle. „Das ist zwar eine schöne Momentaufnahme, aber noch nicht ausschlaggebend. Es gibt noch so viele Spiele, und die Liga ist so eng zusammen oben. Wir haben unsere Aufgabe erledigt heute und gewonnen, mehr aber auch nicht“, so Paliatka abschließend.
Steinbach: Puig; Hartung, F. Wiegand, Kehl, Hennighausen, Halimi, Ay, Herbig, Hildenbrand, Reith, Yanez (Riebold, Hartung, T. Wiegand, Schleinig, Böckner)
Hofbieber: Wendt; Hosenfeld, Müller, Günther, Ochs, Ditzel, Haas, Ruppert, Gradl, Kohlhoff, Fischer (Stappen, Reinhard, Vogel)
Schiedsrichter: Thorsten Eick (Eifa)
Tore: 1:0 Simon Hennighausen (3.), 2:0 Simon Hennighausen (8.), 3:0 Carlo Yanez (54.), 4:0 Simon Hennighausen (80.)
Zuschauer: 150.
