Fußball 13.03.2026

Verbandsliga – „Angefressen“ in die Woche – Nur Steinbach zuhause

Osthessen (pf) – Spannung oben wie unten: Die Fußball-Verbandsliga Nord hat wieder Fahrt aufgenommen, und die osthessischen Clubs sind mittendrin. Die Lage ist weiter ernst für den FC Eichenzell: Ein paar Punkte fehlen noch bis zum rettenden Ufer, die es aufzuholen gilt. Die Konkurrenz schläft nicht, und beim TSV Wabern wartet am Sonntag (15 Uhr) der nächste Brocken. Bad Soden (Samstag; 15 Uhr) in Lichtenau und Steinbach (Sonntag; 15 Uhr) gegen Hofbieber wollen ihre Ausrutscher wiedergutmachen.

Sardi Bardhushi (rechts) und der FC Eichenzell wollen nach guten Auftritten gegen Topteams nun auch in Wabern überzeugen. Jannis Kehls Steinbacher hingegen dürfen als einziges osthessisches Team am Wochenende zuhause ran. Foto: Christine Görlich

Gute Leistungen und gute Ergebnisse brachte die Britannia aus Eichenzell vor der Winterpause gegen Topteams wie Soden und Hessen Kassel II. Nun folgte zum Re-Start ein Remis gegen Steinbach. „Davon können wir uns aber jetzt auch nichts mehr kaufen“, sagt Trainer Heiko Rützel und stellt klar: „In unserer Lage sind wir gezwungen, zu punkten. Gerade gegen die Konkurrenten. Wabern ist zwar im gesicherten Mittelfeld angekommen, aber dennoch müssen wir dort was holen“.

Wie unangenehm der Gegner ist, zeigen zwei Ergebnisse: Im Hinspiel gewann Wabern 4:0 in Eichenzell, und auch nach der Winterpause ist der TSV stark unterwegs und gewann 2:1 in Bad Soden. Doch bei den Osthessen ist die Stimmung weiter gut, und mit einer starken Gemeinschaft will der FCB dagegenhalten: „Es ist ein eingeschworener Haufen. Dass alle ligaunabhängig zugesagt haben, spielgelt das auch ganz gut wider. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel“, betont Rützel. Personell bleibt erstmal alles beim alten – die OP von Moritz Reith (Anriss der Patellasehne) sei aber Anfang der Woche gut verlaufen. Er und Abdou Badji Coly werden für die Restrunde ausfallen, mit den anderen könne Rützel planen. Wie sehr seine Jungs füreinander einstehen, zeigte auch die schöne Randgeschichte der Vorwoche, dass mit Nico Jäckel ein Joker, der sich eigentlich kränklich fühlte, zum späten 1:1 traf.

Die Frustration bei der SG Bad Soden hingegen war groß: Der Tabellenzweite schenkte die vermeintlich verbesserte Ausgangslage im Titelkampf direkt wieder her und verlor gegen Wabern. So geht es nun noch etwas „angefressen“ in das erste Auswärtsspiel nach der – und das wird am beim Lichtenauer FV ein richtig, richtig schweres. Etwas unerklärlich ist die Niederlage gegen Wabern immer noch, zumindest spricht Trainer Lars Schmidt davon, „dass sich das nicht angedeutet hat. Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, und dann eine zweite, die ich so in der Form noch nicht gesehen habe“. Er vermutet, „dass vielleicht manche mit der Rolle als Ergänzungsspieler nicht so zufrieden waren“. Die Mannschaft sei „nach dem Gegentor angeknockt“ gewesen, „aber dass wir Gegentore bekommen, ist keine neue Situation“, so Schmidt – und ein, zwei Tage seien die Sprudelkicker auch durchaus „angefressen“ gewesen. Doch nun gilt es, das abzuschütteln und nach vorne zu blicken. Es steht das Spiel beim Lichtenauer FV an. „Dort haben wir ja nicht die besten Erfahrungen gemacht“, betont Schmidt. 0:1, 0:0 und 1:2 hießen die letzten Ergebnisse dort. Im vergangenen Jahr machte CSC Kassel dank des Patzers der Sodener die Meisterschaft perfekt. „Der Gegner ist schwer zu bespielen, routiniert und kann nach vorne immer Nadelstiche setzen“, warnt der Trainer vorm LFV, der wiederum sein erstes Heimspiel nach dem Winter bestreitet und bisher in Lehnerz (2:2) und Flieden (0:2) nicht gewinnen konnte. Schmidt ergänzt, dass jeder Spieler im Kader seine Rolle verinnerlichen müsse. Das heiße nicht, dass niemand Einfluss haben kann. „Es gilt, die Situation so zu bewerten, dass wir die richtigen Jungs auf den Platz bringen“, so der Coach: „Der Richtige kann aber auch erst in der 70. Minute reinkommen“. Marcel Mosch konnte berufsbedingt nur am Montag trainieren und ist erst zum Spiel wieder da, bei ihm sei Schmidt noch unsicher, der Rest des Kaders sei unverändert.

Ein Osthessen-Duell steigt darüber hinaus am Wochenende – und dabei ist der SV Steinbach das einzige Team aus der Region, das ein Heimspiel hat: Am Sonntag ist der SV Hofbieber zu Gast im Mühlengrund, der nach dem 0:5 in Bad Soden eine spielfreie Woche zum Regenerieren hatte, nun aber das nächste Schwergewicht der Liga bekämpft. Steinbach wiederum will seinen ersten Heim-Auftritt im Kalenderjahr erfolgreich gestalten.

Bereits am Samstag sind noch die U23 der SG Barockstadt (in Willingen) und Flieden (in Vellmar) auf Reisen und wollen Punkte mitbringen. Dazu geht es für die SG Eiterfeld/Leimbach am Sonntag zum FSV Wolfhagen, parallel kämpft Johannesberg am Dörnberger Kunstrasen um weitere Ehren-Punkte. Nach dem Ausscheiden im Kreispokal unter der Woche sind die Erwartungen bei der SGJ aber nicht allzu hoch, zumal Trainer Andre Wohnig noch weitere Verletzte beklagen musste: Fabinho erlitt eine Zerrung im Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Auch bei Amir Hossini zwickte es, „er hielt aber durch“, berichtete der Coach.

Verbandsliga

 

Samstag

15 Uhr

Willingen – Barockstadt Fulda-Lehnerz II

Calden/Meimbressen – Hessen Kassel II

Lichtenauer FV – Bad Soden

15.30 Uhr

Vellmar – Flieden

 

Sonntag

15 Uhr

Dörnberg – Johannesberg

Wolfhagen – Eiterfeld/Leimbach

SV Steinbach – Hofbieber

TSV Wabern – Eichenzell