Wie kommt ein Buch zu seinem Titel? Woher weiß der Autor, wie es in der Rechtsmedizin aussieht? Wie entstehen die Romanfiguren? Und wann und wo schreibt es sich am besten? Auf der anderen Seite Fragen, wie: Schaut ein echter Kommissar eigentlich Krimis im Fernsehen und was stört ihn an der fiktiven Polizeiarbeit am Meisten? Wie ist es bei einer Obduktion dabei zu sein? Und warum ist es einfacher, einen Mord aufzuklären als einen Handtaschenraub? In Talkrunden ließen die beiden Akteure des Abends das Publikum ein bisschen hinter die Kulissen ihrer Arbeit blicken und bezogen die Zuhörer mit Fragen und der Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen, mit ein. Eingebettet war dies in die Lesung von Ausschnitten von Jackobs Buch „Am Limit", in dem der fiktive Kommissar Schack Bekker es in seiner Heimat Mainz mit einem Fall zu tun hat, in dem gleich zu Beginn eine Leiche fehlt – der Körper des aufstrebenden, aber nun toten Sportlers wurde kurz nach seiner Einlieferung in die Rechtsmedizin gestohlen und es sterben noch weitere Menschen. Die Spuren führen den Kommissar, der parallel auch noch sein Privatleben managen muss, in die Welt des Spitzensports und des Dopings. Zum Abschluss machten der echte Kommissar a.D. und der „Vater“ des fiktiven Kommissars noch auf magische Weise deutlich, dass Ermittlungen immer in den gesetzlichen Rahmen passen müssen, auch wenn Unerwartetes dazu kommt. „Ermittlungen in einer Straftat sind nichts anderes als das Zusammensetzen von Mosaiksteinen“, sagte Metzdorf. Das Publikum dankte mit langem Applaus.
„Wir freuen uns auf einen spannenden Abend“, hatte Richard Hartwig aus dem Vorstandsstab der Sparkasse Fulda, die Gäste begrüßt und gemeinsam mit Shaggy Schwarz, Mitorganisator der Reihe „Tatort Fulda“, auf die lange Zeit geblickt, die es gedauert hatte, erstmals mit einer Lesung in den Räumen der Sparkasse zu Gast zu sein. „Wir haben schon vor sieben Jahren gesagt, es wäre ein toller ‚Tatort‘ hier“, erinnerte sich Schwarz zurück. Dann kam Corona und die im Anschluss dauerte es noch etwas, bis die Veranstaltungsreihe wiederbelebt werden konnte und somit auch die Sparkasse als Location mit einbezogen werden konnte. Den Fans konnte er bereits die gute Nachricht verkünden: „Im nächsten Jahr geht es weiter.“
