Lokales FD 29.03.2026

Über 200 Kräfte im Einsatz – Waldbrandübung im Schneefall – Fotos

Gersfeld (sk) – Zufrieden mit dem Verlauf zeigte sich Kreisbrandinspektor Adrian Vogler nach der Waldbrandübung „Trockenes Moor 2026”. Angenommen war ein ausgedehnter Waldbrand oberhalb der Kaskadenschlucht bei Gersfeld, der sich rasch Richtung Rots Moor ausbreitete. Herausfordernd waren dabei die schwierigen Wegeverhältnisse und die großen Höhenunterschiede in unwegsamem Gelände.

Foto: Stefan Krug.

Nicht so richtig mitgespielt hatte das Wetter. „Ein Waldbrandübung bei Schneefall ist schon etwas Besonderes”, meinte entsprechend auch Vogler. Übungsleiter und stellvertretender Kreisbrandinspektor David Hasenauer beschrieb vor Beginn das angenommene Szenario. Durch nächtliche Camper sei es zu einem Brand im oberen Bereich der Kaskadenschlucht gekommen, welcher sich, bedingt durch östliche Winde und die steile Hanglage, rasch Richtung Rotes Moor ausbreitete. Beteiligt waren mit mehr als 200 Einsatzkräften Einheiten der Feuerwehren Tann, Hilders, Hofbieber, Ehrenberg, Poppenhausen und Gersfeld sowie die Information- und Kommunikationseinheit (IuK) des Landkreises Fulda. Unterstützung gibt es auch von der Feuerwehr Hünfeld, der Bundeswehr-Feuerwehr Wildflecken, der DLRG mit Wärmebildkameras, durch dem DRK aus Eichenzell und Flieden.

Bekämpft wurde das Feuer durch eine Abriegelung rund 500 Meter Luftlinie entfernt vom Brandherd – auf dieser Distanz betrug der Höhenunterschied 100 Meter. Allein dadurch ergab sich eine mehrminütige Anfahrt auch für die Feuerwehren, auf teils engen Wegen mit Sackgassen ohne Wendemöglichkeit. Koordiniert wurde die Anfahrt vom Einsatzleitwagen auf dem Parkplatz bei der Kaskadenschlucht. „Hier unten wird entschieden und oben agieren Kräfte, die den Brand bekämpfen”, so Hasenauer. Die Wasserversorgung erfolgte über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr und einem Traktor mit Fassanhänger. Die Übung war so ausgelegt, dass die Einsatzkräfte durch die zu bewältigten Höhenunterschiede stark gefordert wurden – entsprechend erfolgte nach einer gewissen Zeit der Austausch durch später angeforderte Feuerwehren.

Übungsbeobachter waren neben dem Kreisfeuerwehrvorstand auch Landrat Bernd Woide und Vize-Landrat Frederik Schmitt, die Bürgermeister Dr. Steffen Korell aus Gersfeld und Mathias Gelbe aus Tann sowie Feuerwehrwehrbeobachter der Landesfeuerwehrschule, aus dem Main-Kinzig-Kreis und den benachbarten bayrischen Feuerwehren. Kreisbrandinspektor Vogler zeigte sich überwiegend zufrieden mit dem Verlauf: „Die Übung ist wie geplant und gut verlaufen. Jede Übung dient aber auch dazu, Missstände aufzudecken, wo wir noch etwas verbessern könnten. Dazu werden wir uns später zusammensetzen und alles noch einmal genau analysieren.”