Handball 30.03.2026

TVH-Frauen verlieren doppelt – Männer steuern auf den Titel zu

Bad Hersfeld (jk) – Der Heimspieltag des TV Hersfeld war emotional bis zum Schluss: Im letzten Heimspiel von Trainer Dragos Negovan konnten sich die Männer gegen die HSG Twistetal souverän mit 38:26 (18:13) durchsetzen. Im Anschluss verabschiedete sich der Verein vom langjährigen Trainer, dabei blieb kein Auge trocken. Keine Punkte gab es dagegen für die Hersfelder Frauen. In der Regionalliga musste sich das Team von Sabine Teichmann der HSG Twistetal mit 24:36 (12:20) geschlagen geben. In der Oberliga sah es für Hersfeld II zunächst gut aus, doch die Twistetaler Reserve drehte die Partie in der zweiten Halbzeit und setzte sich mit 32:27 (14:12) durch.

Sven Wiegel steuerte fünf Treffer zum Sieg der Hersfelder Männer bei. Foto: Christine Görlich

Männer Oberliga: Hersfeld – Twistetal 38:26 (18:13)

Für Hersfeld-Trainer Dragos Negovan war der Heimspieltag ein ganz besonderer. Am Ende der Saison verabschiedet sich der Coach nach insgesamt achteinhalb Jahren an der Seitenlinie des TVH endgültig und feierte beim letzten Heimspiel gegen Twistetal einen souveränen Sieg mit seinem Team. Vom Anpfiff weg kontrollierten die Hausherren die Partie und ließen den Gästen kaum eine Chance. Zwischenzeitlich konnten die Hersfelder ihre Führung in Halbzeit eins bis auf sieben Tore ausbauen. „Wir haben das Spiel kontrolliert und sehr konzentriert gespielt“, lobte Negovan seine Mannschaft. An der Verteidigung bissen sich die Gäste die Zähne aus. Hersfeld verwaltete die Zwölf-Tore-Führung souverän und ließ Twistetal nicht mehr herankommen, trotz herausragender Stimmung im Gäste-Blocks. „Wir hatten das Spiel im Griff, haben eine gute Abwehr gespielt und im Positionsangriff immer gute Lösungen gehabt“, bilanzierte Negovan. Und als die Schlusssirene ertönte, liefen bei vielen Akteuren die Tränen, so auch beim Coach: Nach achteinhalb Jahren in der Festspielstadt ist am Saisonende endgültig Schluss. „Am Ende war es nochmal richtig emotional“, gab Negovan zu und sagte: „Mit dem Sieg haben mir die Jungs nochmal ein schönes Geschenk gemacht“. Am 18. April geht es für die Hersfelder zurück aufs Parkett. Dabei hat der TVH gegen Fuldatal/Wolfsanger und Gensungen/Felsberg II gleich zwei Matchbälle, um die Meisterschaft in der Oberliga zu feiern.

Hersfeld: Rehberg, Bachus (2), Förtsch (2), Becker (6), Kürten, Wiegel (5), Rübenstahl (3), F. Reinhardt (6/1), L. Reinhardt (7), Krause, Berger (2), Voß, Kehl (4), Mudrak (1).  

 

Frauen Regionalliga: Hersfeld – Twistetal 24:36 (12:20)

„Wir wurden einfach überrannt“, zog TVH-Trainerin Sabine Teichmann ihr Fazit zum Spiel. Nach etwas mehr als zehn Spielminuten zeichnete sich der Ausgang des Spiels bereits ab - mit 3:7 lagen die Hersfelderinnen zurück. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen“, erläuterte Teichmann. Twistetal ließ den Gastgeberinnen keine Chance und spielte vor allem in der Offensive großartig. Besonders Kim Hering spielte die Hersfelder Defensive mit 13 Toren und einem verwandelten Siebenmeter schwindelig. Zur Halbzeit lagen die Osthessinnen bereits mit 12:20 hinten, ein Vorsprung, den sie nicht mehr aufholen sollten. „Sie waren athletischer, dynamischer und schneller als wir“, beschrieb die Trainerin. Mit acht Treffern und fünf verwandelten Siebenmetern konnte auch Lara Raguse nichts mehr am Endstand ändern. „Twistetal war in der Rückrunde bisher die stärkste Mannschaft“, lobte Teichmann die Gäste, die für ordentlich Stimmung sorgten. „Es war eine super Kulisse und ein schöner Rahmen“, so die Trainerin über die prall gefüllte Geistalhalle. Nun geht es für die Hersfelderin in eine dreiwöchige Osterpause, ehe am 19. April mit der HSG Kleenheim-Langgöns das letzte Spiel der Saison auf dem Programm steht – und das gegen einen direkten Konkurrenten.

Hersfeld: Raguse (8/5), Teichmann (6/1), Berg (1), Busalt, Holzapfel, Höhmann, Petermann (2), Hugo, Herrmann, Lucas (6), Braun, Willems (1), Dorst, Eimer.

 

Frauen Oberliga: Hersfeld II – Twistetal II 27:32 (14:12)

Für die Hersfelder Reserve war in der Oberliga-Nord nichts zu holen – und das, obwohl zeitweise alles für einen Sieg sprach. Von der großartigen Kulisse ließen sich die Osthessinnen anstecken und spielten phasenweise richtig starken Handball. Bis zur 21. Minute führte das Team von Trainerin Ute Berz mit 12:7. Doch in den letzten zehn Minuten vor den Pausenpfiff drehte die HSG nochmal auf und verkürzte auf 12:14. Im zweiten Durchgang kündigte sich ein offener Schlagabtausch an. In den ersten Minuten ließen die Osthessinnen vieles vermissen, was im ersten Durchgang perfekt lief. „Wir haben völlig den Faden verloren und sind in alte Muster zurückgefallen“, bedauerte Berz. Es dauerte bis zur 48. Minute, ehe sich Twistetal II erstmals mit mehr als drei Treffern absetzten konnte. Insgesamt sechs Siebenmeter vergaben die Hersfelderinnen, hinzu kamen noch ausgelassene Chancen frei vor dem Tor. „Da darf man sich nicht wundern, wenn man verliert“, haderte die Trainerin. Damit verspielten die Hersfelderinnen eine komfortable Führung und musste sich letztlich aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit mit 27:32 geschlagen geben.

Hersfeld: Örde, Knaus (5/3), Hollstein (1), Willems (1), Thole, Bittorf (9/3), Baumgardt (5), Niering, Klüber, Heinrich, Chaitidou, Braun, Burau (4), Schade (2)