Die Gebäude des ehemaligen Caritas Kinder- und Jugenddorfs wurden Ende der 60er-Jahre errichtet. Aktuell beherbergen vier der vorhandenen neun Gebäude stationäre Wohngruppen. Während ein Teil der Häuser in den vergangenen Jahren bereits saniert und erweitert wurde, entsteht nun nach fünfzigjähriger Nutzung ein Ersatz für das Haus sechs. Der Jugendhilfeverbund bietet dabei ein breit gefächertes Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien mit Hilfebedarf. Die Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen stehen dabei vor Ort unterstützend zur Seite.
Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Vorstandsmitglied Ansgar Erb erläuterten die Hintergründe des Bauvorhabens. Nach fünf Jahrzehnten sei es an der Zeit, etwas Neues zu wagen. Das Gebäude bietet auf 380 Quadratmetern Wohnfläche neun Zimmer, ein Gemeinschaftswohn- und Esszimmer mit Küche, Personalräume sowie ein spezielles Hausaufgabenzimmer. „Es hat mich wirklich sehr gefreut, denn besonders die Bildung von jungen Leuten hat eine ganz besondere Bedeutung“, so Juch, bezogen auf das Hausaufgabenzimmer. Ziel sei eine „Wohlfühloase“ – begünstigt durch die naturnahe, weitläufige Lage des Grundstücks.
Ansgar Erb legte die finanziellen Details dar: Die Baukosten belaufen sich auf 1,46 Millionen Euro, die zum größten Teil aus Kapitalmarktmitteln finanziert werden. Das Konzept wurde vom Einrichtungsleiter des Jugendhilfeverbunds, Christof Schneider, entwickelt. „Es ist energetisch optimal, aber auch sehr naturnah gestaltet“, betonte Erb.
Auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner wohnte dem Termin bei und zeigte sich erfreut über die Investition. „Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr, dass in Städten noch gebaut wird“, so der Bürgermeister. Die Freude sei umso größer mit Blick darauf, welche wichtige soziale Einrichtung hier gestärkt werde. „Es ist ein Zeichen, dass es weitergeht“, bekräftigte Wehner. Zudem erklärte der Jugendamtsleiter des Landkreises Fulda, Christian Münzenberg: „Ich bin sehr froh, dass es hier oben weitergeht.“ Für das Jugendamt sei es essenziell, dass die Kinder gut untergebracht seien.
Nach der Segnung des Baugrundstücks wurde der feierliche Spatenstich vollzogen. Die Bauzeit wird auf etwa 15 Monate geschätzt, sodass der Einzug im Sommer des kommenden Jahres erfolgen kann.
