Lokales FD 03.03.2026

Solidarität mit der Ukraine: Friedensandacht zum Jahrestag im Dom

Fulda (pm/pf) – Der der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die gesamte Ukraine jährte sich am 24. Februar zum vierten Mal. Aus diesem Anlass fand am Samstag, 28. Februar, im Fuldaer Dom eine ökumenische Friedensandacht statt. Sie war ein Zeichen der Verbundenheit im Glauben und der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, Pfarrer Ivan Hnativ, Dekan Dr. Thorsten Waap und Diakon Ivan Kolodii (v. l.) gestalteten am Samstag (28. Februar) im Fuldaer Dom eine ökumenische Friedensandacht. Sie erinnerten an den vierten Jahrestag des Kriegsbeginns und riefen zu Gebet und Solidarität mit der Ukraine auf. Fotos: Bistum Fulda / Marzena Seidel

Eine Ikone aus Odessa stand während der Friedensandacht gut sichtbar vor dem Altarraum und wurde zum Zeichen der Hoffnung und Fürbitte. In der Andacht wurde an das Leid der Menschen in der Ukraine seit Beginn des Krieges erinnert.

Persönliche Zeugnisse gaben der Friedensandacht eine eindrückliche Stimme: Drei Frauen aus der Ukraine berichteten von Sorgen um Angehörige, Flucht und Neuanfang. Ergänzend schilderte ein ehrenamtlich engagierter Mediziner das Leid der Zivilbevölkerung.

Zahlreiche Menschen kamen am Samstag (28. Februar) in den Fuldaer Dom, um gemeinsam für Frieden zu beten und Solidarität zu zeigen. Die ökumenische Andacht fand rund um den vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine statt.

Die Andacht feierten der Fuldaer Weihbischof und Bischofsvikar für die Weltkirche, Prof. Dr. Karlheinz Diez, der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Fulda, Dr. Thorsten Waap, Pfarrer Ivan Hnativ von der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche und Diakon Ivan Kolodii von der Fuldaer Stadtpfarrei, der ebenfalls dieser Kirche angehört. Vor dem Altarraum stand eine ukrainische Ikone aus Odessa, die sonst an einem Seitenaltar des Domes zum Gebet einlädt.

Weihbischof Diez bezeichnete den Krieg als „brutal und völkerrechtswidrig“. Die Friedensandacht solle Ermutigung und Trost geben und zugleich deutlich machen, dass die Menschen in der Ukraine nicht allein sind.

Persönliche Berichte

Im Mittelpunkt standen persönliche Berichte: Drei Frauen aus der Ukraine, die bereits länger oder erst seit Kriegsbeginn im Bistum Fulda zu Hause sind, schilderten ihre Sorge um Angehörige, die belastende Ungewissheit und die Erfahrungen von Flucht und Neuanfang. Zugleich berichteten sie von Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und praktischer Unterstützung, die sie hier erfahren haben. „Es ist so wichtig, dass wir nicht allein sind“, sagte eine der Frauen. In Fulda gibt es eine aktive ukrainische griechisch-katholische Gemeinde, die eng mit dem Bistum zusammenarbeitet.

Der Mediziner Franz Lutz aus Oberaula, der Hilfstransporte organisiert und sich ehrenamtlich um Kriegsverletzte gekümmert hat, sprach über das Leid der Zivilbevölkerung. Dekan Waap griff die Zeugnisse der Frauen vor den Fürbitten auf und sagte, ihre Worte lösten bei ihm Sprachlosigkeit und Ohnmacht, aber auch Trauer und Wut aus. Christen seien aufgerufen, diese Ohnmacht auszuhalten und dem Frieden und der Liebe Christi Raum zu geben.

Konkrete Hilfe

Das Bistum Fulda unterstützt die Ukraine seit Kriegsbeginn auch durch konkrete Hilfe, unter anderem gemeinsam mit Caritas und Maltesern. Für den 7. März ist ein weiterer Hilfstransport geplant, der von Petersberg in die Westukraine gehen soll. Geladen werden sollen unter anderem Pflegebetten sowie medizinische Hilfsmittel wie Rollstühle und Rollatoren.

Im Anschluss an die Andacht kamen die Teilnehmenden im Dechaneigarten miteinander ins Gespräch.