„Natürlich haben wir den Anspruch, so erfolgreich wie möglich zu spielen“, gibt SGB-Trainer Daniyel Cimen an – seine SG Barockstadt liegt mittlerweile vier Punkte vor den großen Offenbacher Kickers, doch all das ist intern kein großes Thema, wie der Coach hinterherschiebt: „Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir die SG Barockstadt sind, und uns Jahr für Jahr aufs Neue in der Liga beweisen müssen“. Immerhin spielten die Fuldaer in Walldorf gegen einen Gegner, der seit 2014 ununterbrochen in der Regionalliga-Südwest dabei ist und jenen „Schritt zur Etablierung“ schon längst hinter sich hat. „In manchen Phasen hat sich auch gezeigt, dass das eine spielstarke Mannschaft ist“. Die SGB hingegen hat nun 33 Punkte auf dem Konto und ist auf einem guten Weg, ein weiteres Regionalliga-Jahr dranzuhängen.
Doch selbstverständlich ist all das nicht. Trotz des ein oder anderen Ausfalls – Korzuschek fehlt lange verletzt, in der Abwehr musste Cimen aufgrund von Sperren immer wieder umbauen – sind die Fuldaer aber in der Erfolgsspur und belohnten sich am Ende auch in Walldorf mit dem 2:2. „Ich denke, das war auch für die Zuschauer ein gutes Spiel. Beide haben zu keiner Zeit auf Unentschieden gespielt, beide wollten gewinnen“. Der Coach durfte sich wieder einmal bestätigt fühlen, warum jeder im Kader das Vertrauen bekommen kann: „Wir sind absolut überzeugt von jedem einzelnen“.
Allen voran galt das natürlich für Tobias Göbel: Das 27-jährige Eigengewächs der Osthessen erzielte den ersten Doppelpack auf Regionalliga-Ebene, und hat die Rolle als „Edeljoker“ hinter sich gelassen, freut sich der Trainer über die Entwicklung: „Für einen Stürmer liegt es ja im Naturell, Tore zu machen, das hat höchste Priorität. Aber mir und uns geht es gar nicht primär um die Tore, sondern was er der Mannschaft gibt“. Mit und gegen den Ball leiste der Offensivmann wichtige Arbeit, und genauso auch abseits der Punktspiele: „Er hat sich in jedem Training rein, hat über die Jahre schon alles außer Torwart gespielt – das kann Fluch und Segen zugleich sein. Aber er hat schon vor meiner Zeit gezeigt, wie wichtig er sein kann“. Vor der Saison einigten sich alle Parteien darauf, dass Göbel – nicht wie früher beispielsweise Linksverteidiger – sondern Stoßstürmer sein soll. Das zahle er aktuell mit Leistung zurück, so Cimen. Zum Leidwesen der anderen Torjäger wie Moritz Reinhard und Marvin Pourié, für die es gilt, weiterhin den Konkurrenzkampf zu beleben.
Die wichtige 40-Punkte-Marke in der Regionalliga könnte Anfang April fallen, dazwischen liegt noch das wichtige Hessenpokal-Halbfinale in Offenbach. Es warten wichtige Wochen auf die SG Barockstadt, die aber ihren Plan konsequent verfolgt: „Es gilt, fokussiert zu bleiben“, betont der Trainer: „Für uns ist das nächste Spiel immer das wichtigste. Alles ist darauf ausgerichtet, dass wir gegen Freiburg II an die Leistung anknüpfen. Das ist der absolute Fokus“.
