Die AG Regionalliga-Reform hat ihre Arbeit abgeschlossen: Im Rahmen ihrer fünften Sitzung am Mittwoch hat die 13-köpfige Gruppe die vorliegenden Modelle vertiefend erörtert, eine Auswahl getroffen und eine abschließende Einschätzung vorgenommen. Die AG spreche sich dabei einstimmig für eine viergleisige Regionalliga aus, damit künftig alle Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen können.
Die Arbeitsgruppe hat sich darauf geeinigt, der Präsidentenkonferenz zwei Modelle als mögliche Lösungsvorschläge zur weiteren Entscheidungsfindung vorzulegen:
Kompassmodell: Hierbei würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten im Grunde anhand der Entfernungen gebildet werden.
Regionenmodell: Hier würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben.
Für die SG Barockstadt in der Regionalliga Südwest wären beide Varianten absolut verschieden: Sollte es nach dem „Kompass“ gehen, dürften die Fuldaer wohl am ehesten in den Nordosten gesteckt werden, und würden dort beispielsweise auf Halle, Erfurt, Zwickau, Babelsberg, Chemie Leipzig oder den BFC Dynamo treffen. Andere KI-Modelle haben die Osthessen aber auch schon weiter südlich angeordnet, dann in einer Staffel mit bayrischen Vertretern. Sollte sich das Regionenmodell durchsetzen, bleibt im Südwesten alles wie es ist.
Umsetzung ab 2028?
Die leitenden Stellen der Regionalliga-Träger sind über das Ergebnis der AG informiert. Der Vorsitzende der AG Regionalliga-Reform, Dr. Michael Vesper, wird in einer Meldung des DFB zitiert: „Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine.“
Die AG empfiehlt den Regionalliga-Trägern, im nächsten Schritt zu beiden Modellen ein Meinungsbild unter den Klubs einzuholen. Auf dieser Grundlage sollen anschließend die weiteren Entscheidungsprozesse vorgenommen werden.
Ein neues Modell mit vier Regionalliga-Staffeln könnte bei entsprechendem Beschluss ab der Saison 2028/2029 umgesetzt werden. Qualifikationssaison wäre in diesem Fall die Spielzeit 2027/2028.
Der AG Regionalliga-Reform gehörten Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Jede Staffel hatte eigenverantwortlich ihre Vertreter für die Arbeitsgruppe benannt. Weitere Mitglieder waren Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans für die DFL. Dr. Michael Vesper fungierte als Vorsitzender. Die Arbeitsgruppe selbst war kein Beschlussgremium.
