Lokales FD 31.03.2026

Parkplatz-Ärger am FitPlus: Über 100 Euro Strafe für Falschparker

Fulda (pk) – Für Falschparken auf dem Parkplatz des Fitnessstudios FitPlus in Fulda drohen harte Strafen – die Firma „Parkcontrol24“ verlangt über 100 Euro „Kompensationszahlung“ und Bearbeitungsgebühr für das regelwidrige Abstellen des Fahrzeugs. Die Betreiberin des Studios, Julia Fröhlich, erklärt die Situation, zeigt jedoch auch Verständnis für die Beschwerden.

Foto: Paul Kukula.

Die Betreiberin erläuterte, dass ihrem Großvater ursprünglich das „Fit & Fun“ gehörte, welches genau gegenüber des FitPlus liegt. Da beide Studios früher zusammengehörten, war die Nutzung beider Parkplatzflächen für alle gestattet. Nachdem das „Fit & Fun“ nicht mehr Teil des Unternehmens war, erhielt es einen Pachtvertrag über 50 Parkplätze. Zum 1. Januar 2025 übernahm Fröhlich das Fitnessstudio. Seitdem habe sich die Parkplatzsituation zunehmend zugespitzt. „Der Parkplatz war ständig voll – unsere Mitglieder und Patienten konnten keinen Parkplatz mehr finden“, so Fröhlich, die neben dem Fitnessstudio auch die Praxis für Physiotherapie Physio-Fit im Gebäude betreibt.

Eine lückenlose Überprüfung der Parkberechtigungen sei nicht mehr möglich gewesen, weshalb eine Schranke installiert worden sei, zehn Parkplätze vor dieser Schranke stünden den Patienten zur Verfügung. Der Pachtvertrag des „Fit & Fun“ wurde infolgedessen gekündigt, was bereits vorab dem dortigen Betreiber kommuniziert worden sei. „Ich habe ihm explizit gesagt, dass es zehn Besucherparkplätze geben wird und dass sie da auf keinen Fall stehen dürfen“, so Fröhlich. Am 28. Februar seien Poller gesetzt und sechs „eindeutig sichtbare“ Schilder aufgehängt worden. Seit dem 1. März werde das Parkverbot durchgesetzt. „Jeder der auf den Parkplatz gefahren ist, hat gesehen, hier ist was anderes“, so die Betreiberin. Aus ihrer Sicht sind damit alle Pflichten erfüllt, um die Situation für alle klar ersichtlich zu machen.

Für die zehn Parkplätze wurde die Firma „Parkcontrol24“ beauftragt, Parkverstöße kostenpflichtig zu ahnden. Auf die hohe Summe, die bei Parkverstößen zu zahlen ist, werde vom Dienstleister selbstständig festgelegt. Die Kosten setzen sich aus einer „Kompensationszahlung“ von 100 Euro und den Bearbeitungsgebühren zusammen, sodass pro Verstoß eine Summe jenseits der 100-Euro-Marke zustande kommt. Dem Fitnessstudio bleibt davon eine Provision von 20 Euro – dabei fallen für das Studio keine Zahlungen an das Parkunternehmen an. „Wir wollen damit nichts verdienen – wir wollten so schnell wie möglich unseren Parkplatz für uns haben“, erklärt Fröhlich. Dieses Ziel sei erreicht worden, da die Maßnahmen Früchte trage. Sie betont abschließend: „Ich kann total verstehen, dass die Summe für die Leute zu hoch erscheint“.

Parkplatz-Ärger am FitPlus. Fotos: Paul Kukula