„40 Minuten gut, 20 Minuten Bullshit“, fasste HSG-Coach Sebastian Peppler das Derby gegen den Spitzenreiter zusammen und spielte damit vor allem auf die Minuten nach der Halbzeitpause an: Während es zur Halbzeit nur 18:20 aus Sicht der Hausherren stand, zog der TVH nach dem Seitenwechsel davon und stellte innerhalb von zehn Minuten auf 28:22. „Diese 15 bis 20 Minuten verschlafen wir leider komplett“, haderte Peppler: „Da hat jeder zu viel probiert, diese tollen Ideen gingen total hinten los.“ Wie so oft in dieser Spielzeit kämpfte sich die HSG jedoch noch einmal zurück in die Partie, die Gäste aus der Festspielstadt brachten das Ergebnis am Ende allerdings souverän über die Zeit.
Im Gegensatz zum zweiten Durchgang verlief die Anfangsphase in einem intensiven Spiel durchweg ausgeglichen: Keine Mannschaft konnte sich absetzen, die Gastgeber hielten stark dagegen und stellten den Ligaprimus immer wieder vor Aufgaben: „Das haben wir wirklich gut gemacht, mit der ersten Halbzeit bin ich komplett zufrieden. Wir haben unseren Stiefel runtergespielt.“ Unter anderem Dominik Malolepszy zeigte immer wieder gute Aktionen und blieb darüber hinaus fast perfekt von der Siebenmeterlinie (4/5). Auf der anderen Seite stachen vor allem die Reinhardts hervor: Lasse und Fynn kamen zusammen auf 20 Tore und waren von der HSG-Defensive kaum in den Griff zu kriegen. „Wir haben aber die Sachen, die wir uns unter der Woche erarbeitet haben, gut umgesetzt. Gerade in der ersten Halbzeit stand die Abwehr gut und auch im Positionsangriff waren einige gute Dinge dabei“, betonte Sebastian Peppler abschließend.
Großenlüder/Hainzell: Masche, Sippel (1), Weinbörner (3), Bosold (4), Kirsch (4), Wessling (1), Münker, Stradtmann, Malolepszy (8/4), Herber, L. Dimmerling (5), Blinzler (5), Deppe (4), H. Dimmerling (2), Nechvatal
Hersfeld: Kehl, Rübenstahl (2), Bachus (7), Rehberg (4), Becker (8), Kürten, Wiegel (2), F. Reinhardt (11/5), Berger, Teichmann, Voß, Thole, L. Reinhardt (9)
