Ein Bürger aus Haimbach schilderte der Redaktion, dass seit Ende Februar Bauarbeiten mit Ausrichtung zur Münsterfeldallee begonnen hätten. „Seit mehreren Jahren ist die Rede von einem neuen Wertstoffhof zwischen Münsterfeld und Maberzell“, schreibt der Leser. In den angrenzenden Ortsteilen stelle sich daher die Frage, ob die aktuellen Maßnahmen bereits Teil dieses Projekts seien – und wie sich das Vorhaben künftig auf Verkehr und Infrastruktur auswirken könnte.
Auf Anfrage der Osthessen-Zeitung bestätigt die Stadt Fulda nun einen Zusammenhang. „Die genannten Bauarbeiten stehen im Zusammenhang mit der kompletten Erschließung des westlichen Bereichs im Münsterfeld und dienen somit auch der Baumaßnahme ,Neubau Wertstoffhof‘“, erklärt Pressesprecherin Monika Kowoll-Ferger. Derzeit führt der Abwasserverband Arbeiten zur Neuverlegung eines öffentlichen Abwasserkanals durch. Dieser soll die Erschließung des westlichen Bereichs des Gewerbeparks Münsterfeld ermöglichen. „Ein Teil der Arbeiten findet am Rand des Grundstücks statt, das für den neuen Wertstoffhof vorgesehen ist“, so Kowoll-Ferger.
Auch zur künftigen Verkehrsführung äußerte sich die Stadt. Die Erschließung des Geländes soll über mehrere Zufahrtsmöglichkeiten erfolgen. „Die Anbindung erfolgt weiträumig über mehrere Zufahrten – über Maberzell, Haimbach und später auch über die ausgebaute Münsterfeldallee“, erklärt die Sprecherin. Daher sei nicht davon auszugehen, dass einzelne Zufahrtswege außergewöhnlich stark belastet werden.
Auch zum aktuellen Stand des Wertstoffhof-Projekts gibt es neue Details. Die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Kassel liegt nach Angaben der Stadt inzwischen vor. „Das Projekt befindet sich derzeit in der Ausführungsplanung, die Ausschreibungen werden vorbereitet“, sagt Kowoll-Ferger. Die ersten Arbeiten auf dem Grundstück sollen nach derzeitiger Planung Mitte dieses Jahres beginnen. Zunächst sind Erd- und Kanalbauarbeiten vorgesehen, die an den derzeit neu verlegten öffentlichen Kanal anschließen.
Im weiteren Verlauf sollen die Gebäude Schritt für Schritt entstehen. Geplant ist ein Betriebsgebäude mit Einlassbereich, Information, Büro- und Sozialräumen. Direkt daneben ist eine Kleinfraktionenhalle vorgesehen, in der unter anderem Elektroaltgeräte, Batterien sowie kleinere Wertstoffe wie Kork oder Leuchtstoffröhren angenommen werden. Darüber hinaus plant die Stadt eine Bauschutthalle sowie einen überdachten Containerstellplatz. Dort sollen künftig unter anderem Sperrmüll, Papier, Holz, Gelbe-Sack-Abfälle und Metalle gesammelt werden. Die verkehrlichen Anlagen sowie die Außenanlagen auf dem Gelände sollen laut Stadt Fulda ab der zweiten Jahreshälfte 2027 umgesetzt werden.
