Im Jahre 2021 hatten die örtlichen Vereine den eine Sanierung des Bürgerhauses angeregt. Dabei sei es zu Beginn lediglich um den Raum des Musikverein gegangen. Doch recht schnell wurden die Pläne ausgeweitet und so kam es zur umfassenden Modernisierung des gesamten Gebäudes. „Die Räumlichkeiten waren für das lebendige Ortsleben nicht mehr ausreichend“, betonte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Es sei eine teure aber dringend notwendige Investition gewesen. „Wir leben in einer Zeit, in der wir uns bewusst sind, wie wichtig es ist, mit den Menschen gemeinsam zu leben“, hob der Stadtchef hervor und bedankte sich bei allen beteiligten städtischen Gremien. Mit den neuen Räumlichkeiten sei nicht nur der Stadtteil Kämmerzell, sondern auch das Fuldatal für die Zukunft gut aufgestellt. Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner freute sich, die ehemalige Grundschule in neuem Glanz erstrahlen zu sehen. Auch wenn das Projekt zum Start auf großen Widerstand gestoßen sei, so zeige das Endprodukt, dass die Modernisierung dringend notwendig gewesen sei. Besonders dabei: „Wir sind im zeitlichen und finanziellen Rahmen geblieben – trotz des Ukraine-Kriegs“, lobte Stadtbaurat Schreiner und bezeichnete das neue Bürgerhaus als, „eine Investition für und in die Gemeinschaft“.
Kämmerzells Ortsvorsteher Christian Ruppel freute sich über die neuen Räumlichkeiten und die rege Nutzung seit der Fertigstellung Ende 2025. So hätten seitdem bereits einige Veranstaltungen der örtlichen Vereine und Bürgerschaft dort stattgefunden. Auch für die Zukunft seien viele weitere geplant. Etwa 16 Hochzeiten stehen in den nächsten Monaten an, insgesamt sei das Bürgerhaus jedes Wochenende bis etwa September ausgebucht. „So ein Haus, wie dieses hier, ist mehr – es ist ein Versprechen der Ortsgemeinschaft“, so Ruppel. Ebenfalls vor Ort war Vertreter aus den städtischen Gremien, den Bauunternehmen sowie Architekt Benjamin Kropp vom Architektenbüro Herrmann + Kropp aus Fulda. Nach dem offiziellen Teil nahem Pfarrerin Dr. Heike Dietrich und Pfarrer Thorsten Kremer noch die kirchliche Segnung vor, ehe der Nachmittag in lockerer Atmosphäre ausklang.
