Lokales FD 12.03.2026

Nach tegut-Aus: Die Stellungnahmen aus der Politik

Fulda (pm/jah) – Fuldas Landrat Bernd Woide und der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld haben in einem gemeinsamen Statement auf die Meldungen reagiert, wonach sich der Schweizer Migros-Konzern von seiner Lebensmittel-Tochter tegut trennen wird. Gegenüber Osthessen-Zeitung hat sich außerdem auch Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund zur Thematik geäußert.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (links) und Landrat Bernd Woide äußern sich zum tegut-Aus. Fotos: Christine Görlich

Auch Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund hat sich geäußert. Foto: Stefan Krug

„Das ist eine bittere Nachricht mit Blick auf die Tradition des Lebensmittel-Händlers tegut, die mit dem Gründer Theo Gutberlet 1948 in Fulda begann und jahrzehntelang eine Erfolgsgeschichte mit überregionaler Strahlkraft war. Unsere Solidarität gilt nun allen Beschäftigten von tegut, die sich stark mit dem Unternehmen identifizieren. Wir setzen darauf, dass für sie mit einem neuen Eigentümer eine gute und zukunftsfähige Lösung gefunden wird“, betonen der Landrat und der Oberbürgermeister unisono.

„Wir sind zuversichtlich, dass – vorbehaltlich der Kartellrechtlichen Prüfung – die Übernahme durch einen starken Händler wie Edeka die Chance bietet, Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten und perspektivisch auch wieder zu expandieren. Die Stadt Fulda und die Region haben mit Edeka gute Erfahrungen gemacht. Es liegt im vitalen Interesse von Stadt und Landkreis, dass das Filialnetz an Lebensmittelmärkten, das eine wichtige Versorgungsfunktion für die Bevölkerung gerade im ländlichen Raum erfüllt, erhalten bleibt und dass Leerstand vermieden wird. Die Stadt und die Region Fulda bieten beste Rahmenbedingungen für einen starken und verlässlichen Partner in der Lebensmittelbranche", erklären Bernd Woide und Dr. Heiko Wingenfeld.

Auch Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund hat sich gegenüber Osthessen-Zeitung geäußert – auch am Rhönhof in Eichenzell existiert bekanntlich eine tegut-Filiale, und Rothmund ist zuversichtlich, dass der Einzelhandel dort bestehen bleibt: „Zu der Veräußerung von Tegut liegen mir neben einer Pressemitteilung keine näheren Informationen vor. Auch im Hinblick auf die Filiale am Rhönhof ist unklar, ob diese gegebenenfalls durch Edeka oder einen anderen Marktteilnehmer übernommen wird.  Gesprächen mit dem Vermieter habe ich aber entnommen, dass eine Weiternutzung als Fläche für den Lebensmitteleinzelhandel sehr wahrscheinlich ist. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Tagen oder Wochen nähere Auskunft dazu erhalten.“