Kermani wurde unter anderem schon mit dem Kleist-Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Hölderlin-Preis und dem Thomas-Mann-Preis geehrt und ist auch in Fulda kein Unbekannter. Im Jahr 2023 hatte ihn die Stadt Fulda ihn für seine Beiträge zum Dialog zwischen Religionen und Kulturen mit dem Winfried-Preis geehrt. Nun war er erneut ins Stadtschloss gekommen, um zur Eröffnung der Lesereihe aus seinem in diesem Jahr erschienen Roman „Sommer 24“ vorzulesen. Der Erzähler berichtet darin über private Erlebnisse, von denen er glaubt, dass sie einen Zusammenhang mit der weltpolitischen Situation haben. Der Autor möchte damit das scheinbar Unversöhnliche versöhnlich machen und aufzeigen, dass das wirklich Unversöhnliche ausgehalten werden kann.
„Es ist wahrhaftig eine fantastische Tradition“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld über die mittlerweile 35. Auflage von „Literatur im Stadtschloss“. „Einige im Team und auch ich persönlich haben es uns sehr gewünscht, dass Navid Kermani wieder mit dabei ist. Er steht für Frieden, Toleranz, Glauben und Religionsfreiheit“, fand Wingenfeld beeindruckende Worte über den Autor. Zum ersten Mal war Kermani 2018 im Stadtschloss zu Gast. „Ich lade alle Leute herzlich dazu ein, das Buch zu lesen“, betonte Fuldas Oberbürgermeister abschließend, ehe der bis zum letzten Platz gefüllte Fürstensaal den Worten Kermanis lauschte.
