„Im Jahr 2009 habe ich bei Tegut meine Ausbildung begonnen. Damals ohne Übernahme, habe ich die Jahre über auch woanders gearbeitet. 2019 bin ich jedoch zurückgekehrt in unseren Tegut-Markt vor Ort“, erzählt die Mitarbeiterin. Für sie sei es etwas Besonderes, im eigenen Ort zu arbeiten. „Man kennt jeden im Dorf, es ist alles so familiär – genauso auch das Verhältnis zu meinen Kolleginnen.“
Doch die Freude wird getrübt von Ungleichheiten innerhalb des Unternehmens. „Wir in unserem kleineren Markt fühlen uns oft abgeschoben vom ‚großen Tegut‘“, sagt sie. Die großen Märkte und deren Mitarbeiter profitierten von Vorteilen, die der kleine Markt nie gesehen habe. „Es ist schon etwas traurig, wenn man weiß, dass man genauso dazugehört. Wir tragen die gleiche Kleidung, verrichten die gleichen Aufgaben – und bekommen trotzdem nur die Hälfte.“
Trotzdem bleibt der Einsatz für die eigene Gemeinde ungebrochen. „Wir machen weiter – alle. Weil wir lieben, was wir tun. Für unsere Gemeinde. Und das tun wir auch weiterhin, selbst wenn sich ab Januar 2027 alles ändern sollte.“
Die Erfahrungen der Mitarbeiterin zeigen, wie stark lokale Verbundenheit und persönlicher Einsatz in kleinen Märkten noch gelebt werden – auch wenn strukturelle Unterschiede zwischen Filialen das Arbeitsumfeld belasten.
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