Lokales FD 19.03.2026

Lebensgefährliche Aktion am Hünfelder Bahnhof stoppt Zugverkehr

Hünfeld (pm/jah) – Ein 35-Jähriger Mann kletterte am Dienstag gegen 6.30 Uhr im Bahnhof Hünfeld auf eine Signalbrücke. Streifen der Landes- und Bundespolizei begaben sich unverzüglich zum Bahnhof. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gleise bereits gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet.

Symbolfoto: Christine Görlich

Als die Streife der Landespolizei vor Ort eintraf, kletterte der Mann von der Signalbrücke und setzte sich an den Bahnsteig. Er wurde durch die Streife in Gewahrsam genommen. Aus welchem Grund der 35-Jährige auf die Signalbrücke kletterte, wird noch ermittelt.

Die Bundespolizeiinspektion hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Mann eingeleitet.

Durch diese waghalsige Aktion erhielten elf Züge eine Verspätung von je 29 Minuten.

Die Bundespolizei warnt:

„Oberleitungen führen 15.000 Volt Starkstrom. Das ist etwa 65-mal stärker als der Strom einer Haushaltssteckdose. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ist zwingend, da der Strom als Lichtbogen überspringen kann - ohne die Leitung zu berühren. Die Leitungen stehen immer unter Strom, auch wenn kein Zug fährt. Klettern Sie niemals auf Züge, Waggons oder Masten! Halten Sie keine Gegenstände wie zum Beispiel Äste oder Drachen in die Nähe von Oberleitungen! Das sind lebensgefährliche Handlungen!“