Fußball 19.03.2026

Kreispokal Lauterbach/Hünfeld – Vier HSV-Tore in der Schlussphase

Eiterfeld/Lauterbach (pf) – Hintenraus hat es der Favorit gewuppt: Der HSV steht im Finale des Fußball-Kreispokals Lauterbach/Hünfeld und gewann das Halbfinale am Mittwoch bei der SG Eiterfeld/Leimbach mit 4:0 (0:0). Parallel buchte auch die FSG Vogelsberg erstmals das Endspiel-Ticket, dank zweier Bourscheidt-Tore in Lauterbach.

Vergangene Saison jubelte er noch im Eiterfelder Trikot. Nun steht Bartosz Witkowski mit dem Hünfelder SV im Kreispokalfinale. Archivfoto: Christine Görlich

Eiterfeld/Leimb. – Hünfeld 0:4 (0:0)

„Das war ein toller Fight“, sagte Eiterfelds Coach Andjelko Urosevic, der nur in den letzten 20 Minuten dann einen dominanten Hünfelder SV sah: „Am Ende haben uns die Kräfte und Konzentration gefehlt. Zwei Tore waren noch Abseits, das war schade, dass das nicht gesehen wurde. Die Hilfe hatte Hünfeld gar nicht nötig, mit einem 0:2 hätte ich gut leben können“. Das 0:1 fiel außerdem nach einer Ecke, bis dato hatte der Verbandsligist vor einer starken Kulisse einen Pokal-Kampf geboten. „Die einzige 100-Prozentige, die es in der ersten Halbzeit gab, hatten wir“, sagte Urosevic weiter. Ferhat Yildiz brachte den Ball jedoch aus kürzester Distanz nicht im Kasten unter. Mit der Mannschafsleistung war der Coach dennoch vollauf einverstanden, „gerade mit unseren personellen Schwierigkeiten im Moment“.

Es war auch das Wiedersehen vieler bekannter Gesichter: HSV-Coach Johannes Helmke rotierte das eine oder andere Mal, unter anderem lief Boas Kümmel an alter Wirkungsstätte auf, während mit Witkowski der zweite Ex-Eiterfelder erstmal auf der Bank saß, später aber noch traf. Dazu war es für Leon Zöll ohnehin fast ein Heimspiel als Eitrataler Jugendspieler. Auf Seiten der SGEL trafen wiederum Ferhat Yildiz oder Simon Schilling auf ihren früheren Verein.

„Eiterfeld hat das gut gemacht im 5-4-1, da haben wir in der ersten Halbzeit noch Umschaltmomente zugelassen“, sagte HSV-Trainer Helmke: „Aber wir sind ruhig geblieben und haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir den Druck hochhalten wollen und wie wir sie locken wollen, um weiter nach vorne zu kommen“. Am Ende wurde der Druck sogar etwas größer – dann fielen auch die Tore: „Wir sind erstmal froh, dass wir verdientermaßen den Finaleinzug klargemacht haben“.

Einen Wermutstropfen gab es mit der Verletzung von Maxi Fröhlich: Schon nach einer guten Viertelstunde wurde er „nicht beabsichtigt, aber hart“ gefoult“, schilderte der Coach. Fröhlich trug einen Pferdekuss am Oberschenkel davon und musste raus.

Eiterfeld/Leimbach: Budenz; Marte, Stumpf, Rakk, Petrich, Winter, Schilling, Erkan, R. Köller, Katzer, Yildiz (L. Köller, Röhn, Hildebrand, Winter, Wolf).

Hünfelder SV: Boureanu; Kemmerzell, Häuser, Zöll, Dücker, Vogler, Fröhlich, Lindemann, Kocak, Kümmel, Trägler (Paliatka jr., Kassa, Witkowski, Zentgraf, Gadermann).

Schiedsrichter: Felix Appel (JFV Burghaun-Haunetal)

Tore: 0:1 Marcel Dücker (70.), 0:2 Max Lindemann (80.), 0:3 Jemal Kassa (83.), 0:4 Bartosz Witkowski (90.+2)

Zuschauer: 350

 

Lauterbach – Vogelsberg 0:2 (0:1)

Keine Pokal-Überraschung auf der Lauterkampfbahn: Die FSG Vogelsberg hat das Lauterbach/Hünfelder Kreispokal-Finale gegen den HSV perfekt gemacht. Im Halbfinale setzt sich der Fußball-Gruppenligist mit 2:0 (1:0) beim VfL Lauterbach durch.

Für die Tore sorgten am Ende zwei Personen und zwei Standards: Moritz Caspar schlug früh im Spiel einen Eckball auf den Kopf von Kapitän Lars Bourscheidt, der zur Führung einnickte. Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang kopierten die beiden den Treffer quasi und mit dem 2:0 war die Vorentscheidung gefallen. Die FSG Vogelsberg stand defensiv gut und ließ ganz wenig Gefahr aufkommen, die sonst starke A-Liga-Offensive des VfL konnte sich nicht durchsetzen. Auf schwierigen Platzverhältnissen ließ Vogelsberg spielerisch noch einiges liegen – die Ecken sorgten schließlich für den ersten Finaleinzug seit Zusammenschluss zur FSG vor 26 Jahren. Dort freuen sich die Vogelsberger nun auf den Hünfelder SV.

Lauterbach: Erlenbusch; Ebrahim, Jirse, Ziegler, Akkus, D. Erovic, Ilgar, Er-Rabhi, Naoussitene, Kahraman, Al Mudafer (Taday, S. Erovic)

Vogelsberg: Raschke; C. Narz, L. Ruhl, Knöll, Bourscheidt, Nettbohl, Szombierski, Caspar, Lehmann, Gerch, Wink (F. Ruhl, M. Narz, Günther, Hansel).

Schiedsrichter: Ismail Koc (FV Steinau)

Tore: 0:1 Lars Bourscheidt (3.), 0:2 Lars Bourscheidt (55.)

Zuschauer: 120