Das gilt vor allem für die SG Johannesberg: Denn während der SV Neuhof zumindest noch Anschluss an die vorderen Ränge der Gruppenliga hat, dennoch aber auch nach unten schauen muss, steht die SGJ wohl als sicherer Absteiger aus der Verbandsliga fest. Trainer Andre Wohnig startete mit zwei Niederlagen in seine Amtszeit und formuliert die Etappenziele zurückhaltend: „Wenn wir mal ein Tor schießen, wäre das schon schön“.
Etwas angriffslustiger wird es dann aber doch noch, schließlich ist Johannesberg das höherklassige Team, dem im Jahr des 100-jährigen Vereinsjubiläums das „Finale dahoam“ winkt. „Wir haben das Endspiel bei uns zuhause, und wollen natürlich zusehen, dass wir da auch vertreten sind“, so der Coach. Auf den Sieger wartet im Halbfinale übrigens der KSV Niesig.
Gegner SV Neuhof ist für den SGJ-Trainer schwer einzuschätzen: „Ich kenne sie noch aus letzter Saison im Pokal gegen Müs. Aber es hat sich natürlich viel getan. Dennoch ist es eine spielstarke Mannschaft“. Problem für den Verbandsligisten wiederum ist das Personal: Neben Ausfällen wie Katusic und Bislimi kommen nun noch Leon Butsch und Keanu Schmitt dazu, die es gegen Vellmar erwischte. Bei Schmitt hat Wohnig zumindest noch Hoffnung, was das Pokalspiel angeht. Doch vielmehr darf nicht passieren – auch wenn mit Robel Yohannes Hailay und Luqman Ahmad zuletzt zwei Spieler ihr Debüt feierten, die der SGJ noch „zugelaufen“ waren. Fraglich ist dazu noch Guilherme De Paula Silva, der ebenso wie „Fabinho“ heiß auf das Duell mit Ex-Club SV Neuhof sei.
Für den SVN wiederum ist es das erste Pflichtspiel nach der Winterpause. In der Gruppenliga starten die Neuhofer erst am Wochenende wieder, die Chance, im Pokal aber weit zu kommen, wittern Trainer Bekim Zulfiqari und sein Team: „Wir haben Respekt vor Johannesberg, aber mein Anspruch ist es, zu gewinnen“, so der Trainer, der im Winter den einen oder anderen neuen Spieler im Kader begrüßen konnte: „Wir haben gute Spieler dazu bekommen, aber sie brauchen noch etwas Zeit“. Das zeigte sich auch in den Testspielen: In Hünfeld führte Neuhof zur Pause mit 1:0, dann wechselte der Coach etwas durch, am Ende stand ein 1:4. Zuletzt gegen Elters lag der SVN mit 2:0 vorne und spiele noch 2:2. Immerhin: Verletzte habe Zulfiqari keine, der Kader ist groß und der Titelverteidiger bereit für den „Härtetest“.
Die Halbfinals sollen im Mai stattfinden – der KSV Niesig bekommt seinen Gegner in dieser Woche schon. Der SC Borussia Fulda wartet noch auf seinen Kontrahenten, weil Rückers und Flieden ihr Viertelfinal-Derby erst am 2. April spielen.
