In Hälfte eins war Neuhof klar überlegen und führte mit 2:0 – es hätte aber auch deutlich höher ausfallen können. Die SG Johannesberg kam dann wie ausgewechselt aus Kabine, belohnte sich mit dem Anschluss und bekam zusätzlich Aufwind durch einen Platzverweis gegen den SVN. Es folgte eine spannende Phase bis zum Ende, in der Neuhof auf dem heimischen Rasenplatz aber die Führung verwalten konnte.
„Der Sieg war das Wichtigste“, befand SVN-Trainer Bekim Zulfiqari, der jedoch mit der Roten Karte gegen Aleksandar Vico haderte: „Angeblich ein Foul, aber da war auch der Ball mit dabei. Ich weiß nicht, warum wir in jedem Spiel mit den Schiedsrichtern zu tun haben“, fragte sich der Coach, der sich aber nun auf das Halbfinale beim KSV Niesig freuen kann.
Johannesbergs Coach Andre Wohnig hingegen sprach von einem „bitteren Ausscheiden“, aber zur Wahrheit gehöre auch, „dass Neuhof die ersten 35 Minuten klar besser war und wir nur hinterhergelaufen sind. Sie haben die Tore schön rausgespielt“. Die Reaktion seiner SGJ nach dem Seitenwechsel habe ihm dennoch gefallen. Eine scharf getretene Ecke von Sharif landete bei Dusan Udovicic, der wohl noch dran war und für den Anschluss sorgte – auch Neuhofs Keeper hatte hier mitgeholfen. „Dann haben wir endlich mal Fußball gespielt und ein Tor geschossen. Die Mannschaft wollte“, sah Wohnig. Doch mit vielen Ausfällen war hintenraus nicht mehr viel drin, zumal ein, zwei weitere Akteure über Zerrungen klagten.
SV Neuhof: Da Silva Dias; De Sousa Junior, Iyok, Costa De Souza, Skoko, Simevski, De Amorim, Gitsov, Lima, Rashid, Vico (Portela, De Jesus, Pilegis, da Cunha Pereira, Aguiar).
Johannesberg: Ditzel; Kamdem, Fabinho, Wolf, N. Marquardt, Sammet, Hossini, Udovicic, Sharif, Schlotzhauer, Post (Ahmad, Hailay, Hauptkorn).
Schiedsrichter: Marcel Bandemer (Margretenhaun)
Tore: 1:0 Gilmar Lima Fialho Filho (17.), 2:0 Emil Skoko (42.), 2:1 Dusan Ucovicic (59.)
Zuschauer: 70
Rote Karte: Aleksandar Vico (SV Neuhof, 67.) – grobes Foulspiel
