Derby-Klassiker in der KOL Mitte
„Es ist ein absolutes Prestige-Duell“, weiß RSV-Trainer Stanislav Szilagyi vor dem Spiel bei FT Fulda. Beide Teams stehen in der oberen Tabellenhälfte der Kreisoberliga Mitte und spielen um einen Aufstiegsplatz mit. Für den RSV verlief der Restrundenstart jedoch alles andere als souverän. Während die Turner sechs Punkte einfahren konnten, verspielten die Petersberger erst vergangenes Wochenende einen sichergeglaubten Dreier nach 3:0-Führung gegen Schlitzerland, zuvor setzte es ein 0:2 bei der SG Ehrenberg. „Aus den beiden Spielen nimmst du keinen Rückenwind mit“, bedauert Szilagyi. Daher fordert der Coach im Nachbarschaftsduell gegen die Turner ein anderes Gesicht seines Teams. „Ich erwarte, dass die Jungs Charakter zeigen. Sie wissen, worum es geht“.
Mit einem Sieg könnten die Petersberger ihren dritten Tabellenplatz festigen – bei einer Niederlage würde FT punktetechnisch gleichziehen. „Wir wollen weiterhin oben dranbleiben und nichts abgegeben, was wir uns in der guten Hinrunde erarbeitet haben“, so Szilagyi, der die Turner keinesfalls unterschätzen will: „Sie haben eine gute Mannschaft mit guten Spielern. Es wird ein ausgeglichenes und gutes Spiel, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns“. Ein großer Faktor beim Nachbarschaftsduell könnte das Publikum werden. Bereits im Hinspiel, das der RSV mit 3:2 gewinnen konnte, waren zahlreiche Fans zugegen – ähnliches erwartet Szilagyi auch am Sonntag. Personell muss der RSV-Coach weiterhin auf den Langzeitverletzten Kapitän Lennart Aschenbrücker verzichten, zudem muss Ozan Sentürk seine Rotsperre absitzen – zwei wichtige Stammspieler fehlen den Petersbergern also. Auch Torhüter Carsten Peikert wird die komplette Restrunde noch mit Knieproblemen ausfallen.
Brisant sind natürlich auch die anderen Spiele, so zum Beispiel das Heimspiel von Spitzenreiter Borussia gegen Horas (15.15 Uhr) oder das Kellerduell Marbach/Dietershan gegen Germania Fulda.
Topspiel der Überraschungsteams
„Wir haben momentan einen echt tollen Teamspirit und einen breiten Kader“, nennt Trainer Martin Köthe die Gründe für die herausragende Spielzeit seines ESV Weiterode. Mit zwei Spielen in der Hinterhand im Vergleich zur Konkurrenz haben sowohl Weiterode als auch der kommende Gegner Rotenburg/Lispenhausen die Möglichkeit, in der Tabelle zu klettern – eine Tatsache, die Köthe jedoch vorerst nicht ganz so wichtig ist. „Wir wissen unseren Tabellenplatz einzuschätzen und haben ihn uns erarbeitet. Wir blicken aber von Spiel zu Spiel und schauen, was am Ende der Saison rauskommt“, nimmt der Coach seinem Team den Druck. Das Ziel vor der Saison war die Entwicklung der Mannschaft, die gespickt ist mit jungen Talenten und erfahrenen Routiniers – und im Vorjahr noch in ganz anderen Gefilden unterwegs war. „Es ist weiterhin noch ein langer Weg“, weiß Köthe. Gegen seinen ehemaligen Verein möchte der Coach Wiedergutmachung betreiben: Das Hinspiel in Lispenhausen ging klar mit 0:4 verloren. „Das war mit die schlechteste Saisonleistung. Das steckt natürlich noch in den Köpfen“. Zuhause ist der ESV in dieser Saison allerdings eine Macht und in zehn Spielen noch immer ungeschlagen. Diese Heimstärke möchte Köthe auch am Sonntag sehen: „Wir haben ohne Frage einen guten Lauf“. Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz von Renato Myftari steht noch ein Fragezeichen. Parallel steigt das Derby Dittlofrod/Körnbach gegen Wölf sowie das A-Liga-Spitzenduell der Vorsaison zwischen Großentaft und Praforst. Primus Bebra hat frei.
Gemeindederby im Süden
Auch die Süd-Staffel wartet an diesem Wochenende mit einigen, spannenden Begegnungen auf – unter anderem steht das Eichenzeller Gemeindederby zwischen dem Tabellenzweiten Lütter und dem TSV Rothemann auf dem Programm: Nachdem Ligaprimus Huttengrund zuletzt Federn lassen musste, hat die TSG die Meisterschaft wieder in der eigenen Hand. Zwar hat das Team von Sascha Bönte aktuell noch zwei Punkte Rückstand auf die SGH, allerdings auch noch ein Spiel in der Hinterhand. Der Tabellenführer muss nach dem enttäuschenden 3:3-Unentschieden beim Tabellenletzten Gundhelm/Hutten dagegen nun beim SV Welkers bestehen, ansonsten droht der Verlust der Tabellenführung. Darüber hinaus steigen auch im engen Tabellenkeller spannende Spiele: Flieden II empfängt beispielsweise den TSV Weyhers und der SV Mittelkalbach muss in Frischborn bei der SG Lauter bestehen.
Kreisoberliga Mitte
Sonntag
15 Uhr
Marbach/Dietershan – Germania Fulda (in Marbach)
Ehrenberg – Haimbacher SV (in Seiferts)
Schlitzerland – Pilgerzell (in Schlitz)
FT Fulda – Petersberg
Dipperz/Dirlos – Hilders/Simmershausen (in Dipperz)
Bachrain – Reulbach/Brand
Müs – Edelzell/Engelhelms
15.15 Uhr
Borussia Fulda – Horas
Kreisoberliga Süd
Sonntag
15 Uhr
Lütter – Rothemann
Flieden II – Weyhers
Gundhelm/Hutten – Grimmstadt (in Hutten)
Welkers – Huttengrund
Lauter – Mittelkalbach (in Frischborn)
Kerzell – Rückers
Schmalnau/Hettenhausen – Hosenfeld (in Schmalnau)
16 Uhr
Löschenrod – Bellings/Hohenzell
Kreisoberliga Nord
Sonntag
15 Uhr
Friedewald/Ausbach – Gudegrund (in Friedewald)
Haunetal – Kiebitzgrund/Rothenkirchen (in Wehrda)
Hünfelder SV II – Eiterfeld/Leimbach II
Weiterode – Rotenburg/Lispenhausen
Großentaft – Praforst
15.15 Uhr
Dittlofrod/Körnbach – Wölf
16 Uhr
Jossatal – Philippsthal (in Niederjossa)
