Elf Kletterhallen aus ganz Deutschland waren mit ihren Teams am vergangenen Samstag gegeneinander angetreten, um den Wanderpokal des Klettermarathons in ihre Heimhalle zu holen. Dafür galt es, in zweimal drei Stunden möglichst viele Klettermeter für die eigene Halle zu sammeln. Dabei mussten die Routen jeweils durchgeklettert werden und durften pro Halbzeit nur einmal geklettert werden. Für die Gesamtwertung wurden die erfassten Klettermeter dann in Relation zur Teilnehmerzahl gesetzt.
Auf dem Papier sah es deshalb zunächst schwierig mit der Mission Titelverteidigung aus, da - im Gegensatz zu großen Hallen wie Augsburg, Hamburg oder Bochum mit bis zu 30 Teams - in Fulda in diesem Jahr nur acht Teams in den Wertungen Herren, Damen und Mixed angetreten waren. Aber: die hatten es in sich. Denn bereits zu Beginn der ersten Halbzeit setzten sich die Fuldaer Teams - und damit das DAV Kletterzentrum Fulda - an die Tabellenspitze und gaben diese Führung auch zur Halbzeit nicht ab.
Jetzt stellte sich die Frage: reichen die Kräfte der Fuldaer Teams auch in der zweiten Halbzeit, um die Spitzenposition zu verteidigen. Es wurde spannend. Denn im ersten Drittel der zweiten Halbzeit holten die Teams im Kletterzentrum Chemnitz und Bad Aibling auf und kamen gefährlich nah an die Fuldaer heran. Aber: auch in der zweiten Halbzeit gaben die Fuldaer Kletternden alles für ihre Halle, Kraft und Muskulatur hielten den Marathon an der Wand durch und am Ende bejubelten die 16 Kletternden den dritten Titelgewinn und holten damit den insgesamt fünften Hallensieg seit Bestehen dieses Wettkampfformates ins DAV Kletterzentrum Fulda nach Osthessen.
Spitzenplatz mit 19.405 Klettermetern
Mit insgesamt 19.405 Klettermetern lagen die Fuldaer Teams am Ende 200 Meter pro Teilnehmenden vor der Konkurrenz aus Chemnitz (19.715 Meter/1.095,28 Meter) und Bad Aibling (21.242 Meter/1.062,10 Meter) auf den Plätzen zwei und drei. Bei der internen Hallenwertung standen bei den Herren am Ende Julian Enders und Niklas Spiegel mit knapp 3.000 Klettermetern ganz oben auf dem Podest - eine Strecke von Fulda bis nach Spitzbergen. Ebenfalls knapp 3.000 Klettermeter sammelte das erstplatzierte Mixed-Team mit Lena Obel und Hannes Bindernagel ein. Die Damenwertung ging mit stolzen 1.624 Klettermetern an Nele Gerwig und ihre Kletterpartnerin Carina, die als einziges Team dieser Wertungsklasse angetreten waren.
Die Platzierungen der Fuldaer Halle im Überblick:
Herren:
2.998 Meter - Das Team, das mir persönlich am besten gefällt / Julian Enders, Niklas Spiegel
2.953 Meter - Klettermarathonteilnehmer / Erik Hütsch, Benjamin Severloh
2.820 Meter - Die Seilritter / Sebastian Gschwind, Benjamin Koschke
2.406 Meter - Power Rangers / Elias Eifert, Nico Wettmann
1.941 Meter - Umlenker-Ultras / Marius Ruppel, Sebastian Klüh
Damen:
1.624 Meter - Blockbusters / Nele Gerwig, Carina
Mixed:
2.938 Meter - Chalk Dirty to me / Lena Obel, Hannes Bindernagel
1.725 Meter – Clip it, Baby / Lina Gemming, Leon Edmunds
