Lokales VB 04.03.2026

Iran-Krieg - Verunsicherung bei Reisenden - Wir suchen Betroffene

Fulda (jah) – Der Krieg im Nahen Osten sorgt auch bei Reisenden in Osthessen für Verunsicherung. Für viele Menschen ist die Region ein beliebtes Urlaubsziel oder sie nutzen Drehkreuze wie Dubai für Fernreisen. Entsprechend groß ist die Sorge, als Urlauber im Krisengebiet festzusitzen oder dass geplante Reisen kurzfristig platzen könnten. Eine Nachfrage bei Reisebüros in Fulda und Umgebung zeigt: Die Lage ist angespannt, zukünftige Entwicklungen nur schwer absehbar. Wenn auch Sie im Kriegsgebiet festsitzen odre festsaßen, melden Sie sich gerne bei uns. 

Auch in Dubai warten aktuell viele Deutsche auf die Möglichkeit, das Emirat sicher in Richtung Heimat verlassen zu können. Symbolfoto: Pixabay

„Aktuell haben wir in Fulda zum Glück keine Kunden, die in Schwierigkeiten sind“, sagt Tanja Fritz, Büroleiterin von Fyne Travel in Fulda. Das Krisenmanagement der Reiseveranstalter funktioniere gut. „Wir haben auch Bekannte in Dubai und Umgebung, die uns regelmäßig Updates geben.“ Nach ihren Informationen würden in Dubai teilweise sogar Hotelkosten übernommen, wenn Reisende aufgrund der Lage länger bleiben müssten. „Das ist ja auch nicht selbstverständlich“, betont Fritz, die seit über 30 Jahren in der Branche arbeitet. „Es ist soweit alles gut im Griff – auch, weil viele über Pauschalreisen gebucht haben.“ Gerade diese Struktur erleichtere es den Reiseveranstaltern, schnell und koordiniert zu reagieren.

Dennoch spürt das Reisebüro die Verunsicherung der Reisenden deutlich. „Wir haben viele Nachfragen von Kundinnen und Kunden, die kommende Reisen geplant haben“, so Fritz. Akute Abreisen in den nächsten Tagen stünden bei Fyne Travel zwar nicht an, doch die Unsicherheit sei spürbar. „Die Leute fragen: Was passiert jetzt? Ist das sicher? Können wir überhaupt fliegen?“ In diesem Zusammenhang gebe es auch klare Stornierungswünsche. „Es kommt schon vor, dass jemand sagt: Buch mich um oder stornier mich“, erläutert die Büroleiterin. Rein formal seien die Bedingungen allerdings streng: „Stornotechnisch liegen wir aktuell bei 60 bis 70 Prozent Gebühren.“ Eine kostenlose Stornierung sei in der Regel erst dann möglich, wenn eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliege. „Reisen bis einschließlich 8. März sind aber gebührenfrei stornierbar oder umbuchbar, danach muss man schauen, wie sich die Lage entwickelt.“ Von Deutschen vor Ort höre sie dennoch auch Positives. „Uns wird immer wieder berichtet, dass Dubai eines der sichersten Systeme hat. Teilweise geht das Leben dort zumindest in Teilen normal weiter.“

Auch Christine Gulinski vom Reisebüro Fulda spricht von einem erhöhten Beratungsbedarf. „Wir haben aktuell viel zu tun, es kommen sehr viele Nachfragen.“ Direkt betroffen sei bislang keiner ihrer Kunden. „Glücklicherweise sitzt von uns niemand fest.“ Allerdings gebe es Reisende, die in den kommenden Tagen in Dubai zwischengelandet wären, etwa auf dem Rückweg aus Phuket in Thailand. „Da steht alles noch in den Sternen, inwiefern das klappt.“ Die Aufgabe des Reisebüros bestehe derzeit vor allem darin, Ruhe zu bewahren. „Wir können nur gut zureden und beruhigen. Viele Menschen haben Angst und zweifeln, ob sie ihre Reise antreten sollen.“ Besonders betroffen sei die Nachfrage nach Flügen in die Region selbst, aber auch in angrenzende Länder wie Ägypten. „Bis zu den Osterferien wird da vermutlich nicht viel kommen.“ Wie es nach dem 8. März weitergeht, ist offen. „Wir müssen die Entwicklungen abwarten – aktuell weiß das niemand genau“, sagt Gulinski abschließend.

Fest steht: Die Lage im Nahen Osten bleibt weiter angespannt, die Auswirkungen auf Reisende können sich parallel zu den aktuellen Entwicklungen täglich ändern – umso wichtiger ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn auch Sie im Kriegsgebiet festsitzen, melden Sie sich gerne bei uns unter info@osthessen-zeitung.de oder per Telefon unter 06659-918295.  Wir möchten erfahren, wie es Ihnen geht, in welcher Situation Sie sich befinden und welche Erfahrungen Sie aktuell machen.