Der Tag begann mit einem Floriansgottesdienst in der Kirche St. Michael. Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen rund um das Feuerwehrhaus, wo ab mittags gefeiert wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Gesangverein sowie der Bläserchor Tonica Mackenzell. Auch für die jüngsten Besucher war mit Spiel- und Mitmachangeboten gesorgt, während sich die Erwachsenen bei kühlen Getränken sowie Kaffee und Kuchen austauschten.
Investition in Sicherheit
Im Mittelpunkt stand der offizielle Festakt mit der symbolischen Schlüsselübergabe. Bürgermeister Benjamin Tschesnok betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts: Rund 1,3 Millionen Euro habe die Stadt Hünfeld in die Erweiterung investiert, unterstützt durch Fördermittel von Land und Landkreis in Höhe von rund 100.000 Euro.
„Wir investieren nicht nur in ein Gebäude, sondern in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Tschesnok. Die Feuerwehr Michelsrombach übernehme weit über die Ortsgrenzen hinaus Verantwortung – unter anderem bei Einsätzen auf der Autobahn sowie bei größeren Schadenslagen im Stadtgebiet. Zugleich würdigte der Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte und die starke Nachwuchsarbeit mit Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Architekt Thomas Kratz dankte der Stadt als Auftraggeber sowie allen beteiligten Fachplanern und Baufirmen für die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt der Feuerwehr selbst für die umfangreiche Eigenleistung während der Bauphase.
Mehr Platz für Ausbildung und Kameradschaft
Stadtbrandinspektor André van Gerven sprach von einem „Meilenstein“ für den Stadtteil. Das neue Haus sei Ausdruck der Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit und schaffe moderne Bedingungen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Gemeinschaft.
Wehrführer Matthias Vogt blickte auf 484 Tage Bauzeit zurück. Die Erweiterung bringe zahlreiche Verbesserungen mit sich: eine klare Schwarz-Weiß-Trennung für hygienisches Arbeiten nach Einsätzen, sichere An- und Abfahrtswege, einen neuen Schulungsraum mit Küche, eine verbesserte IT-Infrastruktur, eine Stiefelwaschanlage sowie eine Abgassauganlage für die Fahrzeuge.
„Damit investieren wir nicht nur in Infrastruktur, sondern in die Zukunft unserer Feuerwehr“, sagte Vogt. Besonders hob er die vielen Stunden Eigenleistung hervor, die die Kameradinnen und Kameraden eingebracht hätten.
Klare Worte und großer Dank
Landtagsabgeordneter Thomas Hering sprach von einem sichtbaren Zeichen für Investitionen in Menschen und Sicherheit. „Platzmangel klingt zunächst negativ, aber hier ist er ein Zeichen von Wachstum, Engagement und Zukunft“, sagte Hering. Zugleich fand er deutliche Worte gegen Übergriffe auf Einsatzkräfte: „Feuerwehrleute verdienen Respekt – und sie verdienen unseren uneingeschränkten Rückhalt.“
Landrat Bernd Woide unterstrich die zentrale Rolle der freiwilligen Feuerwehren für Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region. „Was nützt das schönste Feuerwehrhaus, wenn es nicht mit Leben gefüllt wird?“, fragte Woide und betonte: „Sicherheit ist die Grundlage unserer Freiheit – und sie wird hier ehrenamtlich geleistet.“
Auch Ortsvorsteher Peter Augsten, Kreisbrandmeister Pascal Müller sowie Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes gratulierten und würdigten die Entwicklung der Wehr in den vergangenen Jahrzehnten. Zahlreiche befreundete Feuerwehren aus der direkten Nachbarschaft, aus ganz Deutschland und sogar aus dem französischen Landerneau waren ebenfalls zum Feiern und Gratulieren angereist.
Segen für das neue Haus
Den Abschluss des offiziellen Teils bildete die Segnung durch Pater Hofer. Er bat um Gottes Schutz für Haus und Mannschaft sowie für alle Einsätze, von denen die Feuerwehrleute stets gesund zurückkehren mögen.
Mit der Einweihung ist die Bauphase abgeschlossen – doch das neue Feuerwehrhaus soll vor allem eines sein: ein Ort der Ausbildung, der Einsatzbereitschaft und der gelebten Kameradschaft. Oder, wie es an diesem Tag mehrfach hieß: „Gott zur Ehre – dem Nächsten zur Wehr.“
