Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Lkw besser zu informieren und die Technologie bei Probefahrten direkt vor Ort zu testen. Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda, erklärte, dass das Interesse aufgrund der aktuell hohen Dieselpreise deutlich gestiegen sei. „Nimmt man den aktuellen Dieselpreis als Maßstab, gibt es derzeit kaum noch einen Kostenunterschied“, so Burkard. Er räumte zwar ein, dass die Kraftstoffpreise schwanken, betonte aber: „Langfristig haben wir die Chance, eine annähernde Kostenparität zu erreichen.“
Das Ziel des Förderprogramms ist es, die Anzahl der Wasserstoff-Lkw auf den Straßen zu verdoppeln. Dies soll Investitionssicherheit für Hersteller und Tankstellenbetreiber schaffen. Der Plan sieht vor, die Technologie in den kommenden drei bis fünf Jahren in Deutschland zu festigen, um so tausende Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Der positive Umweltfaktor ist zudem auch ein Thema.
Aktuell bereitet HyWheels, was kein regionales Projekt mehr sei, sondern einen bundesweiten Ansatz verfolge, einen umfassenden Förderantrag vor, der sowohl den Ausbau bestehender Wasserstoff-Tankstellen in Osthessen als auch die Beschaffung neuer Fahrzeuge beinhaltet. Unternehmen hatten am Freitag die Gelegenheit, sich diesem Vorhaben anzuschließen. Neben Fachvorträgen zu den Themen Förderung, Technik und Betriebskosten (TCO) bot die Veranstaltung Raum für intensiven Austausch und Vernetzung. Burkard mahnte jedoch zur Eile: Sollte dieses Förderprogramm nicht den gewünschten Erfolg bringen, bestehe die Gefahr, dass die Technologieführerschaft in diesem Bereich endgültig nach Asien abwandere.
