Fußball 24.03.2026

Hessenpokal – OFC will Stadion hinter sich bringen – Leader fehlen

Offenbach (pf) – Bisher waren die Spiele von Mark Zimmermann als neuem OFC-Cheftrainer nicht von Erfolg gekrönt: In der Fußball-Regionalliga Südwest gab es ein 1:3 gegen Großaspach und ein 0:2 in Freiberg. Nun steht am Dienstag (19 Uhr) das Hessenpokal-Heimspiel gegen die SG Barockstadt an. Und auch die Offenbacher wissen um die Bedeutung dieses Spiels, und wie groß diese Chance ist.

Die OFC-Fans beim bisher letzten Hessenpokal-Duell vor zwei Jahren in Fulda – nun steigt das Halbfinale am Bieberer Berg. Foto: Christine Görlich

Auf den hauseigenen OFC-Kanälen blickte Zimmermann am Montag auf das Pokalduell gegen die Fuldaer voraus: „Das ist ein Do-or-die-Spiel. Wir wollen, auch wenn es eine kurze Zeit ist, den Prozess anschieben und den nächsten Schritt machen, um erfolgreich zu sein“. Zur Entwicklung gehöre auch, das Spiel in Gleichzahl zu beenden. Das kennt Zimmermann bisher nämlich nicht: Der OFC – ohnehin Letzter der Regionalliga Südwest-Fairnesstabelle – kassierte gegen Großaspach Rot gegen Arh Cesen und nun in Freiberg Gelb-Rot gegen Barry, was für den Pokal aber keine Auswirkungen hat. Dagegen kehren andere gesperrte Spieler sogar zurück in den Kader. „Die Platzverweise haben uns in beiden Spielen wehgetan. Dennoch hatten wir Situationen, wo wir mutig verteidig haben, weil wir Freiberg zuletzt nicht zu kontrollierten Bällen kommen lassen wollten“. Einige Möglichkeiten seien aus Ballgewinnen entstanden, doch für Zimmermann sei es „in der Summe noch zu wenige Aktionen, die wir uns erarbeiten“.

Im Training habe er seine Jungs „griffig“ wahrgenommen, mit der Lust, ins Hessenpokal-Finale einzuziehen: „Es ist ein anderer Wettbewerb. Das wird uns in der Liga nicht helfen, aber das Ziel ist vor Augen. Wir wollen weiterkommen“. Ein Pokalsieg beziehungsweise eine DFB-Pokal-Teilnahme wäre für den Verein sehr wichtig, so der Coach. Der Hessenpokal sei „die beste Möglichkeit, über wenig Spiele zum Erfolg zu kommen“.

Das weiß aber auch die SG Barockstadt, die am Dienstag in Offenbach zu Gast ist und auf die sich Zimmermann für am Karsamstag in der Liga gleich nochmal vorbereiten kann. „Das wird ein hartes Stück Arbeit, weil Fulda gut drauf ist“, so der OFC-Trainer. Offenbach wolle aber nicht darauf hoffen, dass der zwölfte Mann am Bieberer Berg den Unterschied macht: „Sondern wir wollen den ersten Schritt machen, den Impuls geben und das Stadion hinter uns bringen“. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre erwarte der OFC ein körperlich geführtes Duell: „Eine sehr robuste Mannschaft, clevere Sechser und Stürmer mit Dynamik, Speed und Willen“, beschreibt Zimmermann die Fuldaer, erwartet aber, dass die SG Barockstadt tiefer verteidigt als die vergangenen beiden Gegner des OFC: „Sie werden auf Umschaltmomente lauern. Dennoch müssen wir zielstrebig zum Tor kommen und die Möglichkeiten forcieren“. Marc Wachs fehlt dem OFC aktuell, ebenso wie Vincent Moreno (Knie). Bitter: Kapitän Maximilian Rossmann kämpfte sich zuletzt erst wieder zurück, nur um sich vor zwei Wochen einen Patellasehnen-Riss zuzuziehen und wieder lange zu fehlen.

Mit Rückkehrern von Sperren habe Zimmermann aber wieder mehr Optionen, und mit Johannes Brinkies feiert ein Spieler ein Jubiläum: Der Torhüter wird sein 100. Pflichtspiel für die Kickers bestreiten. Und womöglich kommt es auf ihn auch wieder an: Bei Remis nach 90 Minuten geht es im Hessenpokal direkt ins Elfmeterschießen. Dort hat die SG Barockstadt nach dem bitteren Halbfinal-Aus im April 2024 sicher noch eine Rechnung mit dem OFC offen…