„Es ist ein extrem wichtiges, zugleich aber auch extrem schwieriges Spiel für uns“, blickt Helmke auf das Duell mit dem ältesten Fußballclub Hessens voraus: Der Hanauer FC ist zwar aktuell Tabellenletzter, dennoch warnt der HSV-Coach davor, den Gegner zu unterschätzen: „Hanau hat viele talentierte junge Spieler, gute Hessenligaspieler. Zudem haben sie das letzte Spiel gewonnen, vielleicht ist der Knoten da jetzt geplatzt.“ Während die Hünfelder mit zwei Siegen perfekt aus der Winterpause gekommen sind, konnte Hanau mit dem 1:0-Erfolg gegen Marburg den ersten Sieg der Saison feiern. „Wir gehen zwar mit Rückenwind und Selbstvertrauen in das Spiel, aber genau das macht es extrem gefährlich: Wenn wir sagen, zuhause gegen den Letzten werden wir schon gewinnen, haben wir schon verloren.“
Darüber hinaus spreche die Bilanz auf der Rhönkampfbahn nicht unbedingt für sein Team, betont Helmke: Lediglich vier Siege sprangen zuhause heraus, dem gegenüber stehen sechs Niederlagen und ein Unentschieden. „Das kommt natürlich auch noch dazu, wir haben das große Bedürfnis, zuhause deutlich besser aufzutreten als im letzten Jahr“, nimmt der HSV-Trainer seine Mannschaft in die Pflicht und fordert ein ähnliches Auftreten wie bei den jüngsten zwei Erfolgen: „Wir müssen es unbedingt in den Kopf reinbekommen, dass das genauso ein Kampfspiel wird wie in Fernwald und Baunatal. Der Kampf steht im Vordergrund, wir müssen Lust haben, zu verteidigen und im Spielaufbau Entschlossenheit und Zielstrebigkeit zeigen.“
Dass der HFC keineswegs Laufkundschaft ist, bewies die Elf von Giuseppe Scopelliti und Fatih Sinin bereits im Hinspiel: Damals gewannen die Hünfelder zwar mit 2:1, Helmke erinnert sich allerdings an ein ausgeglichenes Spiel: „Das war ein Duell auf Augenhöhe, wir müssen auch diesmal alles reinwerfen. Wir haben die Chance, uns mit einem Sieg etwas Luft zu verschaffen und den guten Start zu vergolden.“
Während der Restrundenstart der Haunestädter also gelungen ist, gibt es auch auf personeller Seite gute Nachrichten: Die zuletzt etwas angeschlagenen Leon Zöll, Luca Uth, Thore Hütsch und Mark Zentgraf kommen langsam wieder ran, auch bei Yunus Emre Kocak ist sieht es wieder besser aus: „Einige sind zwar noch nicht so weit, aber das geht definitiv in die richtige Richtung“, freut sich Johannes Helmke abschließend. Mit Sicherheit fehlen wird Max Vogler, der letztmalig aufgrund seiner Rotsperre nicht mit von der Partie sein kann.
Hessenliga
Freitag
20 Uhr
Türk Gücü Friedberg – Waldgirmes
Samstag
14 Uhr
Stadtallendorf – Hummetroth
FC Gießen – Walldorf
14.30 Uhr
Baunatal – Eddersheim
15 Uhr
Fernwald – CSC Kassel
VfB Marburg – TuBa Pohlheim
Hünfelder SV – Hanauer FC
Weidenhausen – Eintracht Frankfurt U21
Sonntag
15 Uhr
SC Hanau – Darmstadt 98 U21
