Fußball 29.03.2026

Hessenliga – Hünfelder „Top-Leistung“ reicht nur für einen Punkt

Hünfeld (pf) – Schade, HSV! Gegen den Tabellenzweiten der Fußball-Hessenliga aus Eddersheim bot der Hünfelder Sportverein am Samstagnachmittag einen offensiven Auftritt auf dem heimischen Kunstrasen. Bei eisiger Kälte hätten sich die Gastgeber mit einer besseren Chancenverwertung belohnen müssen, so aber stand am Ende ein fast schon ernüchterndes 1:1 (1:0) gegen den FCE.

HSV-Torhüter Jannis Maul musste sich nicht oft strecken. Beim Gegentor war er aber machtlos. Foto: Christine Görlich

Trotz Tabellenplatz zwei, auf dem Eddersheim steht, schien der Hünfelder SV zuhause die aktuell etwas durchwachsene Form der Gäste ausnutzen zu können. Über 90 Minuten verbuchte das Helmke-Team ein klares Chancenplus, hätte schon zur Pause 2:0 oder 3:0 vorne liegen können. Doch es fiel nur das Tor von Marcel Trägler, der einen blitzsauberen Angriff vollendete (18.). Bis in die zweite Hälfte hinein wusste jeder Zuschauer, dass Eddersheim immer gefährlich werden konnte. Dann reichte ein Standard, den Benedict Klimmek einköpfte, für den Punktgewinn.

„Die Jungs haben sich total geärgert, was auch mehr als nachvollziehbar ist“, sagte HSV-Coach Johannes Helmke nach Abpfiff zur Presse: „Aber ich habe sie direkt wieder aufgebaut, weil wir heute eine Top-Leistung gebracht haben“. Nur eine echte Chance ließ Hünfeld zu, das war früh in der Partie nach einem Aufbaufehler, als auch etwas Glück im Spiel war. Danach wurden die Gastgeber aber immer stärker und drückten, der Lohn war die Führung durch Trägler, was auch den Trainer freute: „Wir haben das Thema Strafraumbesetzung geübt, diesmal hat es geklappt“. Es folgten weitere dicke Möglichkeiten, Helmke sprach von „drei Hundertprozentigen“, jedoch war dies das einzige, was sich Hünfeld vorwerfen konnte: Es blieb beim knappen 1:0. Allerdings gab es noch eine strittige Szene, als Max Lindemann alleine auf den Torwart zugelaufen war und einen Elfmeter hätte bekommen können – wohl eher müssen. „Der Schiedsrichter hat es mir nach dem Spiel erklärt, er habe es gut gesehen. Ich habe das naturgemäß etwas anders gesehen, aber ändern können wir es jetzt auch nicht mehr“, so Helmke.

Im zweiten Durchgang berappelte sich Eddersheim wieder etwas von der Schwächephase in Hälfte eins und war wieder etwas gefährlicher, aber auch Hünfeld war weiterhin mutig, griffig und hatte „Lust auf Verteidigen“, schilderte der Trainer. Dass der FCE aber nach Standards gefährlich ist, war in Hünfeld bekannt. Vor allem der 1,99 Meter große Benedict Klimmek, der beim Eckball dann mit nach vorne ging, war das. „Der Ball kommt scharf auf den kurzen Pfosten, das ist dann einfach auch schwer zu verteidigen“, sagte Helmke. So wurde es am Ende ein 1:1, mit dem Gäste-Trainer Carsten Weber „zufrieden“ war, „weil es gegen Hünfeld immer schwer ist, zu pressen. Sie hatten wieder viele Positionswechsel und Rotation drin. In der Halbzeit waren wir mit dem 0:1 auch ganz gut bedient“. Helmke wiederum verstand den Ärger seiner Jungs, dass es nur ein Punkt wurde, betonte aber nochmals die starke Leistung seiner Jungs.

Hünfelder SV: Maul; Kemmerzell, Zöll, Dücker, Vogler (76. Kassa), Paliatka jr., Uth, Lindemann, Gadermann (76. Kümmel), Zentgraf, Trägler (61. Fröhlich).

Eddersheim: Koob; Schmitt, Vassiliou (65. Speck), Klimmek, Thomasberger, Park (60. Kraus, 89. Vogt), Voit, Velosa, Imek, Lüders, Kummer.
Schiedsrichter: 
Simon Heß (Heppenheim)

Tore: 1:0 Marcel Trägler (18.), 1:1 Benedict Klimmek (71.)

Zuschauer: 150