Mit Blick auf die Kinderbetreuung betonte der Bürgermeister, dass wohl kaum eine Kommune im Landkreis in den vergangenen Jahren so viel investiert habe wie Hünfeld. Insgesamt seien rund 13 Millionen Euro in den Ausbau geflossen. Das nächste größere Projekt stehe bereits an: Im Sommer soll die Modernisierung und Erweiterung der Kindertagesstätte St. Laurentius beginnen.
Auch die Vielzahl an Tiefbaumaßnahmen werde in den Jahren 2026 und 2027 weitergehen. Tschesnok stellte mehrere Projekte vor, darunter eine Radfahrerquerung an der Landesstraße Hünfeld-Süd, den Bau eines Kreisverkehrs an der Großenbacher und Molzbacher Straße sowie den Endausbau in verschiedenen Neubaugebieten. Zudem sollen neue Baugrundstücke an der Molzbacher Höhe erschlossen werden, um anschließend in die Vermarktung zu gehen.
Zur kommunalen Wärmeplanung skizzierte der Bürgermeister die nächsten Schritte. Dazu zählen unter anderem die Einführung einer Energieberatung, eine Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz in der Kernstadt sowie Beratungsangebote zur Gründung von Energiegenossenschaften.
Auch bei der Stromerzeugung durch Photovoltaik wollen die Stadtwerke Hünfeld neue Akzente setzen – teilweise in Kooperation mit der RhönEnergie. Geplant sind unter anderem die Überdachung von Parkflächen mit PV-Anlagen sowie eine weitere größere Anlage auf nicht anderweitig nutzbaren Restflächen im Industriegebiet. Zudem hätten sich die Stadtwerke laut Tschesnok rund zehn Hektar geringwertiger landwirtschaftlicher Flächen für mögliche Freiflächenanlagen gesichertEin weiteres Thema war der Winterdienst. Auf Beschwerden von Bürgern eingehend erklärte der Bürgermeister, dass die teils extremen Schneefälle der vergangenen Wochen zu einem ungewöhnlich hohen Einsatz geführt hätten. Während in normalen Wintern etwa 50 bis 60 Tonnen Streusalz benötigt würden, seien in diesem Winter bereits 280 Tonnen verbraucht worden. Die Mitarbeiter des Bauhofs seien insgesamt 1390 Stunden im Einsatz gewesen, um Straßen und Wege freizuhalten. Dabei werde strikt nach einer Prioritätenliste vorgegangen: Zunächst würden Zufahrten zum Krankenhaus sowie Busstrecken geräumt, anschließend die Hauptverkehrsstraßen und erst danach Anliegerstraßen. Tschesnok warb deshalb um Verständnis für die begrenzten Ressourcen mit fünf Einsatzfahrzeugen und erinnerte auch an die Eigenverantwortung der Bürger beim Schneeräumen.
