„Mit einem Punkt wäre ich schon zufrieden. Sie haben richtig gute Spieler wie Fischer, Eckhardt oder Schuch und sind für mich eines der Topteams“, sagt der SGF-Coach vor dem Duell in Oberaula, der sich wohl vergangene Woche etwas die Augen gerieben hatte: Bis dato stellte Freiensteinau mit 20 Toren in 18 Spielen eine der schwächsten Offensiven, aber gewann viele Spiele knapp oder mit 1:0. Nun gab es ein 4:0 in Elters. „Das war vielleicht etwas zu hoch. Ich hätte lieber auch zwei Tore aufgehoben für Sonntag“, schmunzelt der Trainer, der seiner Mannschaft eine starke Anfangsphase bescheinigte. Danach hielt Lukas Hohmann die SGF stark im Spiel, ehe ein Zufallsprodukt direkt vor dem Pausenpfiff für das 1:0 sorgte. „Danach haben wir es sehr gut gemacht“, so Gaul.
Für Aulatal wiederum ist es nun das erste Spiel nach der Winterpause – die SGA fand mit Immichenhain/Ottrau immerhin noch einen kurzfristigen Testspielgegner und gewann dort am Mittwoch mit 4:0. „Sie stehen nicht umsonst da oben“, sagt Gaul, und will sich mit seiner SG Freiensteinau (noch) nicht in die Gruppe der Spitzenteams drängen lassen: „Da muss man schon sauber die Lupe auspacken“, sagt der Coach in seiner Manier – und hat recht: Freiensteinau hat mit Soden II die meisten Spiele aller Teams auf dem Buckel, andere haben zwei weniger. Aulatal beispielsweise liegt einen Punkt vor den Jungs aus dem Blauen Eck, hat aber noch zwei Nachholspiele. „Wir gucken noch nicht nach vorne, sondern weiterhin erstmal nach hinten. Der Strich ist in unmittelbarer Nähe“, schaut Gaul auf die Tabelle.
Noch mehr diesen „Strich“ spürt die FSG Vogelsberg, die an der Schwelle zu den Abstiegsplätzen steht. Das erste Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten ging mit 0:1 gegen Niederaula/Kerspenhausen verloren, nun will die FSG keinesfalls zum zweiten Mal in Folge zuhause patzen. „Natürlich hat das Spiel eine gewisse Wichtigkeit, aber wir wollen gleichzeitig die Lockerheit behalten“, sagt Trainer Kevin Steudter vor dem Duell mit Thalau. In der Vorsaison lieferten sich beide Teams einen Kamp an der Spitze der KOL Süd, Thalau stieg danach bekanntlich über die Relegation auf. Der FSV kommt mit zwei herben Pleiten in den Vogelsberg, doch von Favorit will Steudter nichts wissen: „Sie werden das Spiel genauso gewinnen wollen. Wir spielen aber für unsere Punkte und schauen auf uns. An der Ausgangslage hat sich erstmal nichts verändert“. Lediglich das Spielglück fehlte der FSG gegen Niederaula, das Gegentor kam „aus dem Nichts“, die Reaktion danach passte: „Da kann ich keinem einen Vorwurf machen. Vom Engagement und der Leidenschaft her war das in Ordnung. Aber das Glück müssen wir dann auch mal erzwingen, indem wir jetzt dranbleiben“, fordert der Trainer.
Oben will Bronnzell seine Spitzenposition im Stadtderby gegen Sickels behaupten, dahinter kämpfen Künzell und Bad Soden II um den Anschluss an den Primus. Die Kellerkinder Hönebach (gegen Schlüchtern) und Neuenstein (gegen Großenlüder) brauchen schon jetzt ein Wunder für den Klassenerhalt.
Gruppenliga
Sonntag
14 Uhr
Künzell – Bad Soden II (am Noppen)
15 Uhr
Bronnzell – Sickels
Niederaula/Kerspenhausen – Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (in Niederaula)
Neuenstein – Großenlüder (in Obergeis)
Hönebach – Schlüchtern
Neuhof – Oberzell/Züntersbach
Aulatal – Freiensteinau (in Oberaula)
15.30 Uhr
Vogelsberg – Thalau (in Lanzenhain)
