Seit 1980 pflegt der Fuldaer Diözesanverband der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine intensive Partnerschaft mit der katholischen Frauenorganisation (CWO) in Idah. Zum Programm gehörten neben dem Weltgebetstag am 6. März in Ebersburg-Thalau Besuche der Gedenkstätte Point Alpha und der Wasserkuppe, viele Gespräche sowie eine Heilige Messe in der Fuldaer Stadtpfarrkirche. Kurz vor der Abreise nach Abuja tauschten sich die Gäste im Bonifatiushaus mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und dem „Runden Tisch Weltkirche“ aus. Die drei Frauen sind Mitglieder der CWO, die in Struktur und Aufgaben der kfd ähnlich ist. Sie beschrieben die Partnerschaft als sehr gut weiterentwickelt. „Alle sind uns hier im Bistum mit sehr viel Liebe begegnet“, lautete das Fazit. Fulda sei für sie „zu einem zweiten Zuhause“ geworden. Der kfd-Diözesanverband Fulda hat in der Diözese Idah bereits mehrere Projekte unterstützt, darunter ein Waisenhaus. Auch diesmal reisten die drei Frauen mit einer Spende für ihre Arbeit nach Idah zurück. Deren Diözese hat ebenfalls Bonifatius als Bistumsheiligen.
Zur Sprache kamen unter anderem religiös motivierte Konflikte zwischen den vielen Volksgruppen. Im Norden des Landes leben überwiegend Muslime, im Süden vorwiegend Christen. Außerdem interessierten sich die Anwesenden für das Schulsystem, die familiären Strukturen in Nigeria sowie für Details zur Diözese und zu den einzelnen Pfarreien. Weihbischof Prof. Dr. Diez betonte, dass die Menschen in Geschwisterlichkeit und im Glauben zusammenfänden. Er freute sich über die vielfältigen Begegnungen, die dazu beigetragen hätten, sich untereinander noch besser kennen zu lernen.
