Lokales FD 20.03.2026

Gäste aus Nigeria stärken Partnerschaft mit dem Bistum Fulda

Fulda (pm/gü) – Besuch aus Nigeria: Mehrere Tage lang waren Aladi Momoh, Theresa Ocheni Adejoh und Salimetu Juliet Achimug aus der Diözese Idah im Bistum Fulda zu Gast. Anlass war der diesjährige Weltgebetstag der Frauen, der unter dem Motto „Kommt, bringt eure Last“ die Lebenssituation von Frauen in Nigeria in den Blick nahm.

Die drei nigerianischen Frauen beim Begegnungsabend gemeinsam mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez (hintere Reihe rechts). Mit dabei waren auch Silvia Köhler und Steffen Jahn vom Dezernat Weltkirche des Bistums Fulda sowie Jutta Hamberger und Juliane Peffermann vom kfd-Diözesanverband Fulda. Fotos: Bistum Fulda / Bertram Lenz

Verschiedene Schautafeln und Fotodokumentationen informierten die Gäste über das Leben in der nigerianischen Diözese Idah.

Seit 1980 pflegt der Fuldaer Diözesanverband der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine intensive Partnerschaft mit der katholischen Frauenorganisation (CWO) in Idah. Zum Programm gehörten neben dem Weltgebetstag am 6. März in Ebersburg-Thalau Besuche der Gedenkstätte Point Alpha und der Wasserkuppe, viele Gespräche sowie eine Heilige Messe in der Fuldaer Stadtpfarrkirche. Kurz vor der Abreise nach Abuja tauschten sich die Gäste im Bonifatiushaus mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und dem „Runden Tisch Weltkirche“ aus. Die drei Frauen sind Mitglieder der CWO, die in Struktur und Aufgaben der kfd ähnlich ist. Sie beschrieben die Partnerschaft als sehr gut weiterentwickelt. „Alle sind uns hier im Bistum mit sehr viel Liebe begegnet“, lautete das Fazit. Fulda sei für sie „zu einem zweiten Zuhause“ geworden. Der kfd-Diözesanverband Fulda hat in der Diözese Idah bereits mehrere Projekte unterstützt, darunter ein Waisenhaus. Auch diesmal reisten die drei Frauen mit einer Spende für ihre Arbeit nach Idah zurück. Deren Diözese hat ebenfalls Bonifatius als Bistumsheiligen.

Zur Sprache kamen unter anderem religiös motivierte Konflikte zwischen den vielen Volksgruppen. Im Norden des Landes leben überwiegend Muslime, im Süden vorwiegend Christen. Außerdem interessierten sich die Anwesenden für das Schulsystem, die familiären Strukturen in Nigeria sowie für Details zur Diözese und zu den einzelnen Pfarreien. Weihbischof Prof. Dr. Diez betonte, dass die Menschen in Geschwisterlichkeit und im Glauben zusammenfänden. Er freute sich über die vielfältigen Begegnungen, die dazu beigetragen hätten, sich untereinander noch besser kennen zu lernen.