Nach Angaben des Bündnisses „Fulda stellt sich quer“ richtet sich der Protest gegen die politische Ausrichtung der AfD und gegen den Versuch, mit der neuen Jugendorganisation „Generation Deutschland“ junge Menschen für eine Politik zu gewinnen, die aus Sicht der Unterstützerinnen und Unterstützer auf Ausgrenzung, gesellschaftliche Spaltung und demokratiefeindliche Positionen setzt. Für das Bündnis ist die Gründung der Organisation kein politischer Neuanfang. Vielmehr handele es sich aus ihrer Sicht um einen organisatorischen und strategischen Neustart unter anderem Namen, nachdem die frühere AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ zunehmend in der Kritik stand.
„Für uns ist die sogenannte ‚Generation Deutschland‘ im Kern alter Wein in neuen Schläuchen. Ein neuer Name ändert nichts an den politischen Inhalten und an der ideologischen Ausrichtung, die wir seit Jahren kritisch beobachten. Wenn versucht wird, junge Menschen für eine Politik zu gewinnen, die auf Ausgrenzung, Abwertung und gesellschaftliche Spaltung setzt, dann widersprechen wir dem klar und deutlich – friedlich, aber entschlossen“, erklärt Andreas Goerke, Vorsitzender des Bündnisses Fulda stellt sich quer.
Die Demonstration beginnt am Samstag, den 28. März 2026, um 10 Uhr am Parkplatz Auerweiher in Fulda. Von dort aus führt ein Demonstrationszug durch die Stadt nach Johannesberg, wo die zentrale Kundgebung stattfindet. Die Veranstalter rechnen mit einer großen Beteiligung aus Fulda und dem gesamten Landkreis. Ziel der Demonstration ist es, ein klares Signal gegen Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, demokratiefeindliche Positionen und gesellschaftliche Spaltung zu setzen. Gleichzeitig soll die Veranstaltung ein positives Zeichen für eine offene und solidarische Gesellschaft sein.
Im Anschluss an die Demonstration findet in Johannesberg rund um die Von-Mengersen-Straße ein großes Demokratiefestival statt. Ab 11 Uhr sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an einem vielfältigen Programm teilzunehmen. Geplant sind ein Bühnenprogramm mit bekannten regionalen und überregionalen Künstlerinnen und Künstlern, Wortbeiträge aus Zivilgesellschaft, Politik und Kultur sowie zahlreiche Infostände von Vereinen, Initiativen, Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Organisationen. Ergänzt wird das Programm durch eine Versorgungsmeile mit Essen und Getränken sowie vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch.
Das Bündnis versteht das Demokratiefestival bewusst als mehr als eine politische Kundgebung. Es soll zeigen, wie Demokratie im Alltag gelebt wird – durch Engagement, Ehrenamt, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wir wollen nicht nur protestieren, sondern auch zeigen, wie unsere Gesellschaft aussieht, wenn Demokratie aktiv gelebt wird. Fulda ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensentwürfe zusammenleben. Diese Vielfalt macht unsere Stadt stark – und sie verdient es, sichtbar verteidigt und gefeiert zu werden“, so Goerke.
Der Aufruf zur Demonstration wird mittlerweile von mehr als 60 Organisationen unterstützt, darunter Vereine, Parteien, Gewerkschaften, kirchliche und religiöse Gemeinschaften sowie zahlreiche Initiativen aus Kultur, Bildung und Zivilgesellschaft. Die Veranstalter sehen darin ein starkes Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.
Mit der Demonstration und dem Demokratiefestival möchten die Initiatoren deutlich machen, dass Fulda für eine offene und demokratische Gesellschaft steht. Ihre Botschaft ist klar: Fulda ist bunt, Fulda ist weltoffen und Fulda hält zusammen. Das Bündnis ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen, Unternehmen und gesellschaftlichen Gruppen dazu auf, den Aufruf zu unterstützen und am 28. März nach Johannesberg zu kommen. Gemeinsam wolle man zeigen, dass die Stadt allen Menschen gehört, die hier leben – und dass Demokratie, Menschenwürde und Solidarität entschlossen und friedlich verteidigt werden.
