Die Säule ist bereits mit Bauzäunen abgesperrt worden. Dabei handelte es sich um vorbereitende Maßnahmen für eine „größere Sanierung“ des Obelisken, wie die Pressestelle der Stadt Fulda mitteilt. Die Überarbeitung des historischen Elements erfolge aufgrund einer Initiative aus der Stadtverordnetenversammlung, wie Pressesprecher Johannes Heller mitteilt. Die Sanierung wurde zum Hessentag angeregt – und soll bis dahin auch abgeschlossen sein.
Das städtische Tiefbauamt ist zuständig und hat eine Fachfirma aus Künzell beauftragt, die mit den Arbeiten mittlerweile begonnen hat. Es sollen unter anderem die Fugen erneuert, die Farben aufgefrischt und Steine gesäubert werden. In „zwei bis drei Wochen“ sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.
Der 1669 errichtete Brunnenobelisk stand ursprünglich in Richtung Friedrichstraße und wurde 1775 an seinen heutigen Platz versetzt, informiert die Stadt. Schon vor dem Obelisken gab es auf dem Platz „Unterm Heilig Kreuz“ ein sogenanntes Marktkreuz (namensgebend für den Platz). Dies galt als „Zeichen des besonderen Rechtsschutzes, den die Händler auf dem Marktplatz genossen“, heißt es. Ein verbreiteter Irrglaube sei, dass es sich bei dem Obelisken um eine Pestsäule handelt – diese steht allerdings seit 1651 schon am Fuße des Frauenbergs errichtet und erinnert an überstandene Pest-Epidemien sowie an den Frieden von 1648.
