Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – BG Marburg 3:0 (25:23, 26:24, 25:23)
Das Aufeinandertreffen mit dem bisherigen Tabellenführer BG Marburg war der erwartete verbissene Kampf um die Spitze in der Landesliga Nord. Die Gäste hatten zahlreichen eigenen Anhang mitgebracht und traten zunächst einmal selbstbewusst und energisch auf, während auf Johannesberger Seite zunächst einmal der Druck des „gewinnen Müssens“ zu groß schien. Denn in vielen Situationen ließ die SGJ die gewohnte Sicherheit vermissen. Stattdessen wirkte das Team verkrampft und zu sehr auf Sicherheit bedacht. Dass Larissa Drexler noch am Morgen des Spieltags erkrankt ausfiel, trug nicht dazu bei, bei Coach und Mannschaft die Nerven zu beruhigen.
Die anfänglich knappe Gästeführung stieg so Punkt um Punkt an, bis es 11:18 stand. Dann nahm Coach Dimovski die junge Zuspielerin Amelie Haller aus der zweiten Mannschaft aufs Feld und mit ihrer unbekümmerten Art brachte diese die Wende im Spiel. Plötzlich waren alle Angreifer im Spiel und die Gäste hatten jetzt Mühe, in der Verteidigung an den Ball zu kommen. Besonders die schnellen Angriffe über die Mittelposition waren jetzt nicht mehr zu stoppen. Marburg gelangen noch ganze drei Punkte und mit 25:21 ging die SGJ in Führung.
Im zweiten Satz entfaltete sich ein Spiel auf Augenhöhe, auch, weil es die SGJ jetzt nicht verstnd, ihre Führungen zu behalten. Immer wieder gelang es den aggressiv und kampfbetont auftretenden Gästen, selbst in Führung zu gehen. So wurde es ein Kampf auf Biegen und Brechen. Und erneut war es die Einwechslung von Amelie Haller, die die Wende im Spiel brachte. Bei 22:22 kam sie ins Spiel und schaffte es erneut, Ariane Breunung und Ann Sophie Grobauer mit präzise inszenierten Schnellangriffen so einzusetzen, dass die entscheidenden Punkte zum 26:24 gelangen. Der dritte Satz war dann weitgehend die Kopie des vorangegangenen Spielabschnitts, nur dass es die Gäste waren, die jetzt in der Verfolgerrolle waren. Doch diesmal behielt die SGJ die Nerven und markierte die entscheidenden Punkte zum 25:23 und 3:0-Endergebnis.
Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – VfL Bad Arolsen 3:1 (25:14, 25:18, 21:25, 26:24)
Nach dem Sieg im ersten Spiel fiel der Druck vom Team der SGJ spürbar ab und gegen den Tabellenvierten spielten alle eingesetzten Spielerinnen wie befreit auf. In den ersten beiden Sätzen hatte die Mannschaft keine Mühe, den Gegner zu kontrollieren. Bei den Satzergebnissen von 25:14 und 25:18 brannte nichts an.
Das änderte sich im dritten Satz, als es erstmals im Spiel keine eindeutige Führung gab. Ab dem Spielstand von 10:11 griff das Marburger Schiedsgericht mit einer ganzen Reihe von merkwürdigen Entscheidungen ins Spiel eingriff. Die Folge war eine Gästeführung mit 10:17. Diese konnte die SGJ zwar noch verringern, allerdings ging der Satz mit 25:21 an Bad Arolsen. Im vierten Satz dann wurde es wieder einmal spannend. Immer wenn die Gastgeberinnen ihre Führung ausbauen konnten, kam es zu Entscheidungen des Schiedsgerichtes, die mit „merkwürdig“ gut beschrieben sind. So gelang es, dass das Spiel eng blieb und jederzeit hätte kippen können. Selbst Coach Dimovski blieb nicht verschont, kassierte bei 22:19 eine gelbe Karte, weil er angeblich mit einem Fuß außerhalb der Coachingzone stand. Aber im Gegensatz zu Satz drei behielt die SGJ jetzt die Nerven und machte mit 26:24 den Sack zu. Mit dem 3:1 ist die SGJ nur noch bei einer 0:3-Niederlage beim Tabellenletzten Frankenberg vom ersten Platz zu verdrängen.
Johannesberg: S. Born, A. Breunung, D. Brux, S. Dimovska, A. Grobauer, A. Haller, B. Miller, J. Schawag, T. Schuhmann, K. Schuchert, W. Walter, K. Weber, H. Wilhelm.
Frauen-Bezirksoberliga: TG Wehlheiden II – SG Johannesberg II 0:3 (23:25, 21:25, 19:25)
Mit nur acht Spielerinnen reiste die zweite Mannschaft der SG Johannesberg zum Tabellennachbarn TG Wehlheiden. Das schränkte die Wechselmöglichkeiten auf allen Positionen deutlich ein. Und diese Probleme sorgten auch für einen Fehlstart nach Maß bei der SGJ. Es gelang dem jungen Team um Finja Schütz erst einmal nicht, die Aufschlagannahme stabil zu halten, so dass die Gastgeberinnen nicht viel tun mussten, um mit 11:3 in Führung zu gehen. Danach ging Johannesberg auf die Aufholjagd und stabilisierte dabei das Spiel. Bei 13:14 schien alles in normale Bahnen gelenkt, doch erneut nahm sich die SGJ eine Pause, als man im Angriff zu ängstlich und in der Feldverteidigung zu träge agierte. Wehlheiden zog erneut und diesmal auf 21:13 davon. Das allerdings weckte den Kampfgeist der jungen Johannesbergerinnen. In einer Aufholjagd, die die Zuschauer in der Halle sprachlos ließ, konnte der Satz noch gedreht und mit dem 25:23 die Führung erzielt werden.
Auch im zweiten Satz blieb es zunächst ein Spiel auf Messers Schneide. Keine Mannschaft setzte sich entscheidend ab. Die SGJ ließ immer noch die letzte Konsequenz im Angriff und Verteidigung vermissen. So konnte Wehlheiden mit keineswegs druckvollen Angriffen und unkonventionellen Lobs seine Punkte erzielen und im Spiel bleiben. Erneut in der Schlussphase des Satzes war es dann aber die SGJ, die die besseren Mittel und die Nervenstärke hatte um mit 25:21 wiederum erfolgreich zu sein. Im dritten Satz war das Spiel dann entschieden, weil Johannesberg jetzt in allen Elementen konsequent agierte. So konnte von Beginn an eine Führung erzielt und Punkt für Punkt ausgebaut werden. Wehlheiden kam jetzt auch im Angriff nicht mehr zu Erfolgen, weil Block und Verteidigung auf Johannesberger Seite jetzt besser abgestimmt agierten. Mit dem 25:19 im dritten Satz holte sich die SG Johannesberg II wichtige Punkte und bleibt vorne dran.
Johannesberg II: F. Bartsch, S. Born, J. Bott, A. Haller, S. Leis, A. Raczing, G. Schätzmüller, F. Schütz.
Frauen-Kreisliga: SG Johannesberg III – TSV Kirchheim 3:1 (20:25, 25:14, 25:14, 25:16)
Mit einem erfolgreichen Heimspieltag, unter anderem gegen den unmittelbaren Verfolger TSV Kirchheimkrönte sich die dritte Mannschaft der SG Johannesberg vorzeitig zum Meister in der Kreisliga Südost. Mit dem Spiel gegen Kirchheim hatte das Team von Sandra Zukauskiene die Vorentscheidung zu Beginn des Tages vor der Brust. Die Gäste hatten angesichts des Charakters des Spitzenspiels zahlreichen und lautstarken Anhang mitgebracht und gaben alles, um als Sieger vom Feld zu gehen. Zunächst schien die Rechnung aufzugehen, denn Johannesberg startete nervös und mit einer hohen Fehlerquote. Das gab den Gästen, die, deutlich älter und erfahrener, ruhiger wirkten, Auftrieb. Die so erzielte 13:20-Gästeführung konnte die SGJ zwar noch einmal ausgleichen, vergab aber die Siegchance und Kirchheim gelang mit 25:20 die Satzführung.
Damit hatten die Gäste dann aber ihr Pulver verschossen. Denn vom Satzverlust aufgerüttelt, riefen die jungen Spielerinnen von Sandra Zukauskiene in der Folge ihr gesamtes Leistungsvermögen ab. Mittlerweile verfügt jede der Mädels über ein beeindruckendes Repertoire an Fertigkeiten und das Team ist in der Lage, selbst aus schwierigen Situationen heraus gefährlich anzugreifen. Das bekam Kircheim in den folgenden 3 Sätzen zu spüren. Jede Spielerin bekam Einsatzzeiten und jede trug mit Punkten und gleichwertiger Leistung zu den Satzergebnissen von 25:14, 25:14 und 25:16 bei.
Frauen-Kreisliga: SG Johannesberg III – SV Steinbach II 3:0 (25:4, 25:14, 25:22)
Im zweiten Spiel des Tages gegen den SV Steinbach II ließ die SGJ dann gar nichts mehr anbrennen. Dabei lieferte Carla Feuerstein das Highlight des Tages, als sie mit einer 166-Punkte- Aufschlagserie von 9:4 auf 25:4 stellte. Der zweite Satz ließ den Gästen dann etwas mehr Luft für ihr Spiel, aber auch beim 25:14 waren die Steinbacherinnen chancenlos. Erst im dritten Satz nahmen die Gastgeberinnen dann spürbar den Fuß vom Gas. Jetzt entwickelten sich noch einmal längere Ballwechsel und so kam Steinbach noch zu einem respektablen Satzergebnis mit 22:25. Als um 16:54 feststand, dass die SGJ erneute sechs Punkte eingefahren und damit den Meistertitel gesichert hatte, war der Jubel der jungen Spielerinnen grenzenlos.
Johannesberg III: S. Bergmann, L. Born, Y. Demirtas, C. Feuerstein, M. Fiedler, E. Mihm, E. Rützel, L. Simmchen, M. Tsamaltoupis, N. Zimmermann.
Frauen-Kreisklasse: DjK Großenlüder – SG Johannesberg IV 3:0 (25:21, 25:8, 25:15)
Die einzige Niederlage für die SG Johannesberg am Wochenende musste die vierte Mannschaft hinnehmen: Das war allerdings kein Beinbruch. Denn erneut standen mit Frieda Dörr, Samiya Melliani und Mia Vuletic drei Debütantinnen in der Aufstellung. Da Mia Pesa am Spieltag noch mit einem grippalen Infekt ausfiel, musste das Spielsystem umgestellt werden. Im ersten Satz funktionierte das noch ganz gut. Die jungen Spielerinnen zeigten sich bereits sehr spielfähig und konnten den deutlich erfahreneren Gastgeberinnen Paroli bieten. Im zweiten Satz ging dann die Konzentration genauso, wie das Selbstvertrauen verloren, was mit 8:25 einen deutlichen Satzverlust bedeutete. Im dritten Satz fand die von Andreas Bangert und Luis Quindt gecoachte Formation dann wieder besser zu ihrer Linie und lieferte so, trotz einer 0:3-Niederlage eine erneute Leistungssteigerung ab, die für die kommende Saison einiges erwarten lässt.
Johannesberg IV: A. Avdagic, F. Dörr, L. Höland, S. Melliani, E. Pail, P. Schätzmüller, M. Vuletic
