Katharina Roßbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda, begrüßte die Gäste, darunter auch Claudia Steinhauer, Referentin Gründungsförderung an der Hochschule Fulda, sowie Prof. Dr. Claudia Kreipl aus dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda, die direkt im Anschluss ihren Vortrag hielt. Sie eröffnete ihren Beitrag mit einem klaren Appell an die Besucherinnen der Veranstaltung: „Geht in die Sichtbarkeit, ihr könnt so viel.“ Die Teilnehmerinnen des Abends befinden sich bereits in der Selbstständigkeit oder planen den Schritt dorthin. Jede Gründung benötige zwar zunächst eine gute Idee, doch es gebe weitaus größere Hürden. Nach Einschätzung der Professorin stelle die mangelnde Sichtbarkeit einen der größten Stolpersteine dar. „Nur durch Sichtbarkeit lässt sich eine Verbindung zu potenziellen Kunden herstellen“, so Kreipl.
Wer sich in die Öffentlichkeit bewege, müsse jedoch auch klar zu seinem Vorhaben stehen. Dies sei entscheidend für die Authentizität und die eigene Identität. Daraus müsse ein echter Mehrwert für das Unternehmen gezogen werden. „Es ist wichtig, dass die Unternehmerinnen gesehen werden“, betonte Kreipl. Zudem brauche es Orte, an denen Präsenz gezeigt werde – die Online-Präsenz sei dabei natürlich ein wesentlicher Faktor. Social Media biete die Möglichkeit, durch ein schlüssiges Konzept eine gewisse Reichweite zu erlangen. Aber auch außerhalb von Social Media warb die Proffesorin für mehr Sichtbarkeit. Als Beispiel für einen physischen Ort nannte sie den Gründerstammtisch, der regelmäßig veranstaltet wird. Zum Abschluss gab es einen offenen Austausch, in dem Fragen beantwortet sowie gegenseitige Ratschläge und Hilfestellungen ausgetauscht wurden.
