Fußball 22.03.2026

Frauen-Hessenliga – Zwei Zu-Null-Siege und eine klare Niederlage

Osthessen (pf) – Zwei Siege holten die drei hiesigen Teams am Samstag in der Frauenfußball-Hessenliga: Die SG Barockstadt marschiert weiter und gewann zuhause mit 3:0 (3:0) gegen den KSV Hessen Kassel II. Die TSG Lütter steht weiterhin ganz oben und holte beim 2:0 (1:0) in Egelsbach die nächsten Punkte. Der TSV Pilgerzell unterlag zwar in Marburg mit 0:6 (0:5), steigerte sich aber merklich in Durchgang zwei – und das mit einem ganz dünn gestrickten Kader.

Archivfoto: Christine Görlich

SG Barockstadt – KSV Hessen Kassel II 3:0 (3:0)

Sowohl Kassel II als auch die SG Barockstadt waren nach der Winterpause noch ohne Punktverlust – die SGB gar ohne Gegentor. Das blieb auch am Samstag so, als die Fuldaerinnen auf dem Kunstrasen in der Johannisau eine starke erste Hälfte hinlegten. Louise Willmer per Doppelpack und Magdalena Krug schossen die 3:0-Führung und damit schon den Endstand heraus. „In die Karten gespielt hat uns natürlich die Rote Karte gegen die Torfrau kurz vor der Halbzeit“, sagte Calvin Lazarus aus dem Trainerteam der Barockstadt. Kassels Torhüterin musste nach einer Notbremse mit Rot vom Platz, KSV-Trainerin Lisa Lattermann übernahm den Posten im Kasten. „Die zweite Halbzeit ist dann eher vor sich hingeplätschert“, so Lazarus weiter: „Kassel hat defensiv gearbeitet, aber nach vorne ging nicht sehr viel, und wir waren selbst nicht mehr so aktiv und wurden ungenau“. So blieb es beim 3:0, mit dem die Barockstadt ihre tolle Form bestätigte.

Barockstadt: Herbert; Schulte, Rothe, Schmidt, Zura, Kolbe, Ostertag, Willmer, Schlott, Krug, Wurm (Herzig, Eckard).

Tore: 1:0 Louise Willmer (6.), 2:0 Magdalena Krug (21.), 3:0 Louise Willmer (45.+2)

Zuschauer: 70

Rote Karte: Dilan Esmeray (Kassel II, 34.) – wegen Notbremse

 

SG Egelsbach – TSG Lütter 0:2 (0:1)

Die TSG Lütter behauptete ihre Spitzenposition in der Hessenliga – doch es war ein hartes Stück Arbeit in Südhessen: „Es war ein komplett umkämpftes Spiel. Anfangs haben wir es verpasst, unsere Chancen in Tore umzumünzen, so blieb es lange offen“, berichtete TSG-Trainer Julian Treidler. Ein Tor gelang Lütter aber: Nach einem sauberen Angriff auf links über Emilie Reith netzte Jana Bott in der Mitte zur Führung ein. „Auf beiden Seiten gab es viele Pressing-Situationen“, so Treidler. Auch in Hälfte zwei war es umkämpft, und mit zunehmender Spieldauer war Lütter dann darauf bedacht, kein Gegentor mehr zu kassieren und das 1:0 nach Hause zu fahren. Vorne ergaben sich aber nochmal Räume, einen davon nutzte Lina-Marie Maikranz kur vor Schluss zur Entscheidung. Obwohl die TSG personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte und nur 15 Spielerinnen dabeihatte, lobte der Trainer: „Da hatten wir keine Bauchschmerzen, weil wir wissen, was wir an den Mädels haben. Alle haben den eigenen Anspruch, zu spielen“.

Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Jordan, Reith, Spilke, Schöppner, Klaus, Dechant, Faulstich, Bott (Grosser, Maikranz, Lorenz).

Tore: 0:1 Jana Bott (35.), 0:2 Lina-Marie Maikranz (85.)

Zuschauer: 50

 

SF BG Marburg – TSV Pilgerzell 6:0 (5:0)

Mit dem „allerletzten Aufgebot“ fuhr der TSV Pilgerzell nach Marburg, hatte nur zwei Spielerinnen auf der Bank und traf dazu noch auf einen starken Gegner. Früh fielen die Gegentore eins und zwei. „das hat ihnen natürlich in die Karten gespielt“, musste Pietro Ferrara, Co-Trainer des TSV, konstatieren. Es folgte eine Torflut in Hälfte eins, Pilgerzell kam völlig unter die Räder. „Sie haben dann auch absolut verdient geführt“, so Ferrara, der aber seine Mannschaft auch lobte: „In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch einen Sonntagsschuss aus 30 Metern zugelassen, das war das Gegentor. Klar hatte Marburg mehr Ballbesitz, aber da haben wir es wirklich gut gemacht“. Alleine sieben oder acht Spielerinnen fehlten dem TSV, die sonst wohl in der ersten Elf gestanden hätten. Das Tabellenschlusslicht hielt aber auch diesmal am Sportsgeist fest und will auch den Rest der Saison nicht abschenken.

Pilgerzell: Kröhling; R. Barth, Rumpf (71. Gärtner), Trautmann, Steinert, Schneider, Schad (75. Aschenbrücker), Gruner, E. Barth, Wilde, Ilic.

Tore: 1:0 Hannah Maria Nickel (7.), 2:0 Hanah Maria Nickel (12.), 3:0 Lara Maria Schürmann (20.), 4:0 Sophia Goy (35.), 5:0 Sophia Goy (37.), 6:0 Lara Maria Schürmann (79.)