Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte die Auszeichnung mit dem Deutschen Denkmalschutzpreis in Berlin. Für den ehrenamtlichen Einsatz zum Erhalt der Gedenkstätte Point Alpha als Erinnerungs- und Lernort erhielt eine Delegation des Vereins die „Silberne Halbkugel“. Weitere Veranstaltungen waren unter anderem eine Vereinswanderung zum Wassermannshof in Reinhards, ein Kaminabend mit Karl Sauerbier, ein Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. in Geisa sowie eine Baumpflanzaktion am historischen Standort.
Schatzmeister Heiko Rothmann berichtete, dass der Förderverein die Arbeit der Stiftung im Jahr 2025 mit insgesamt 23.000 Euro unterstützt habe. Größere Posten waren unter anderem 9000 Euro für einen Rasenmähertraktor, 6000 Euro für die Wanderausstellung „Im Objektiv der Staatsmacht. Fußballfans im Blick von Stasi und Volkspolizei“, 5000 Euro für Medientechnik sowie 3000 Euro für Kiefernpflanzungen im US Camp. Unterstützt wurde der Verein dabei auch durch Fördermittel der Thüringer Staatskanzlei sowie durch Spenden von Banken, Unternehmen und Privatpersonen.
Ein weiteres Anliegen ist die Jugendarbeit. So wurden unter anderem ein Schülertreff sowie eine Ferienfreizeit der Caritas unterstützt. Für das Jahr 2026 stehen bereits neue Ideen im Raum, etwa die Restaurierung historischer Fahrzeuge oder internationale Jugendaustausche mit Kroatien, Frankreich und Tschechien. Insgesamt ist die Finanzlage des Vereins stabil.
Mit 50 Gästen war das „Black Horse Inn“ im US Camp voll besetzt, darunter auch die Bürgermeister der Point-Alpha-Kommunen Geisa und Rasdorf, Manuela Henkel und Jürgen Hahn, sowie Ehrenmitglied Berthold Dücker. Zudem konnte der Verein erneut einen Mitgliederrekord vermelden: 291 Personen gehören dem Förderverein inzwischen an – die Marke von 300 Mitgliedern ist damit in greifbarer Nähe. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Bernhard Hergert, Ulrike Leimbach und Hubert Kritsch aus Geisa geehrt. Sie waren bereits 2001 dem damaligen Trägerverein beigetreten.
Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder unter der Leitung von Manuela Henkel die bisherige Führungsriege einstimmig für weitere zwei Jahre. Vorsitzender bleibt Raymond Walk, seine Stellvertreter sind Berthold Jost, Stefan Sachs und Guido Wächtersbach. Schatzmeister ist weiterhin Heiko Rothmann, Schriftführerin Diana Henning. Dem erweiterten Vorstand gehören Daniela Tischendorf (Jugendarbeit) und Carina Rothmann (Vereinsleben) an. Neue Kassenprüfer sind Christine Weller aus Rasdorf und Simone Kleinstück aus Borsch. Außerdem verabschiedeten die Mitglieder ohne Gegenstimme eine aktualisierte Vereinssatzung.
In seinem Gastbeitrag würdigte Benedikt Stock vom Vorstand der Point Alpha Stiftung die enge Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Förderverein. Zugleich blickte er auf große Veranstaltungen in der Gedenkstätte zurück, darunter das 30-jährige Jubiläum von Point Alpha, die Last Border Patrol, das Sommerkino sowie das Theaterprojekt „Geschleifte Höfe“. Auch über abgeschlossene Renovierungsarbeiten informierte er und stellte das neue Jahresprogramm der Gedenkstätte vor.
Der Blick nach vorn ist ebenfalls vielversprechend: Geplant sind unter anderem ein Vortrag von Dr. Häfner zur Hilfe der USA bei der Wiedervereinigung, eine Veranstaltung der hr-Reihe „KulturVerführung“ sowie eine Vereinsfahrt nach Magdeburg und Marienborn mit Besuch der Gedenkstätte „Deutsche Teilung Marienborn“. „Wir alle sind Point Alpha – und wir möchten weiter in der Erfolgsspur bleiben“, betonte Vorsitzender Raymond Walk und rief die Mitglieder dazu auf, sich weiterhin aktiv einzubringen.
