Den ersten Aha-Moment in Südschweden gab es schon kurz vor dem Anwurf: Erik Balenciaga stand bei der MT in der Startaufstellung. Und der lange vermisste Spanier führte direkt Regie, als wäre er nie weg gewesen. Außerdem holte er einen Siebenmeter heraus, den Florian Drosten zum 1:2 verwandelte (3. Minute). Wenig später traf der Mittelmann selbst zum 2:3 (4.) – willkommen zurück, Señor Balenciaga!
Ansonsten ging es für die MT recht gut los. Bis zur 13. Minute bauten sich die Gäste einen Vorsprung von vier Toren heraus – Reynir Thor Stefansson schloss zum 5:9 ab. Ganz klar: Die MT bestimmte das Geschehen in der Kristianstad-Arena, in der auch eine Fan-Gruppe aus Nordhessen Platz gefunden hatte.
Doch dann fanden die Schweden besser in die Partie und kamen durch den überragenden Axel Mansson zum 10:10-Ausgleich (18.). Der dynamische Spielmacher von Kristianstad war an diesem Dienstagabend nicht zu bremsen. So gut wie jede gefährliche Situation lief über den Mann mit der Nummer sieben, 15 Tore steuerte er selbst zum Sieg bei. Und dieser Mansson trieb seine Teamkollegen an, die sich mittlerweile auf Augenhöhe mit den Gästen aus der Handball-Bundesliga bewegten.
Bei denen verhinderte Keeper Kristof Palasics mehrfach den ersten Rückstand. Passenderweise ging es beim Stand von 16:16 in die Pause. Auch nach dem Wechsel blieb es ein Hin und Her. Mal legten die Schweden vor, mal die Nordhessen, die kurz vor der Crunchtime dank Ruben Marchan, der zum 23:25 traf (49.), seit Langem mal wieder mit zwei Toren führten.
Es nutzte nichts. In den letzten vier Minuten drehte Kristianstad diesen Zwei-Tore-Rückstand zu seinen Gunsten, und wer erzielte die letzten vier Tore für die Gastgeber? Na klar: Axel Mansson. Und die MT hat nun nächsten Dienstag ein echtes Endspiel um den Gruppensieg.
