Lokales 12.03.2026

Edeka äußert sich zur Übernahme: 4500 Arbeitsplätze gerettet

Osthessen (jah) – Die Nachricht erschütterte am Mittwochvormittag die Region: Die Genossenschaft Migros Zürich zieht sich komplett aus Deutschland zurück – und hat im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung einen wesentlichen Teil der Tegut-Filialen an Edeka verkauft, vorbehaltlich der Zustimmung durch das Kartellamt. Gegenüber Osthessen-Zeitung hat sich nun auch Edeka zum Erwerb der tegut-Filialen geäußert.

Symbolfoto: Christine Görlich

Symbolfoto: Pascal Fischer

„Wir können bestätigen, dass wir uns auf den Kauf eines größeren tegut-Filialpakets mit der Schweizer Migros geeinigt haben. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden“, sagt Miriam Heimberger vom Edeka-Presseteam.

Rund 200 Filialen gehen an Edeka

„Insgesamt sollen rund 200 tegut-Filialen in den genossenschaftlichen EDEKA-Verbund integriert werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um Arbeitsplätze zu sichern und die wohnortnahe Nahversorgung in vielen Regionen Deutschlands zu erhalten. Ohne diese Lösung hätten die Schließung von zahlreichen Standorten und der Verlust von mehr als 4500 Arbeitsplätzen gedroht“, betont Heimberger. Mit der schrittweisen Integration in den EDEKA-Verbund seien Investitionen in die Märkte, eine größere Sortimentsvielfalt, wettbewerbsfähige Preise sowie bessere Chancen für regionale und lokale Lieferanten verbunden.

„Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, die Standorte wirtschaftlich stabil aufzustellen, Arbeitsplätze zu sichern und die Nahversorgung für die Menschen vor Ort langfristig zu gewährleisten“, so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA-Zentrale. „Unser genossenschaftliches Modell mit rund 3.200 selbstständigen Kaufleuten bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

Vergleichbare Übernahmen – wie die Integration der Kaiser’s Tengelmann Filialen in den EDEKA-Verbund – haben bewiesen, dass auf diese Weise Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern ausgebaut werden konnten und vorher wirtschaftlich nicht mehr tragfähige Filialen wieder in eine positive Ertragslage geführt werden konnten.