Lokales FD 25.03.2026

Dieselpreise steigen – Wasserstoff-Lkw als Alternative

Osthessen (pm/pf) – Der Dieselpreis geht durch die Decke. Für Spediteure stellt sich jetzt besonders die Frage nach alternativen Antriebskonzepten. Hier kommt aktuell der neben dem batterieelektisch betriebenen Lkw immer mehr auch der Wasserstoffantrieb ins Spiel. Immer mehr Speditionen beschäftigen sich jetzt mit dem Gedanken, auch Lkw mit Wasserstoffantrieb zu nutzen. Das HyWheels-Cluster wird im Rahmen seines „Wasserstoff updates“ am Freitag, ab 9.30 Uhr im 3G-Hotel im Technologiepark Fulda nicht nur moderne Wasserstoff-Lkws vorstellen, sondern auch die Fördermöglichkeiten und Muster-Kostenrechnungen.

Christoph Burkard vor dem IVECO - Brennstoffzellen-Lkw. Fotos: Region Fulda GmbH

Der Keyou-Wasserstoff-Verbrenner an der neuen Wasserstoff-Tankstelle in Hünfeld-Michelsrombach.

Nach den Worten von HyWheels-Geschäftsführer Christoph Burkard, ist der Wasserstoff-LkW damit bereits heute wirtschaftlich zu betreiben und das auch im Vergleich zum Diesel. Und der Wasserstoffantrieb habe auch Vorteile gegenüber dem rein Batterie elektrischen. „Beide LKWs fahren elektrisch. Der reine „Stromer“ muss an der Ladesäule geladen werden, was teilweise mehrere Stunden dauert, und kann auch aufgrund der vier bis fünf Tonnen schweren Batterie weniger Fracht zuladen“, betont Burkard. Der Ausbau öffentlicher Schnellladesäulen für Schwerlast-LKWs werde zudem vom schleppenden Ausbau des Stromnetzes ausgebremst.

Demgegenüber stelle der Wasserstoff-Lkw in der Brennstoffzelle den Strom für den elektrischen Antrieb her. „Die Betankungszeiten an einer Tankstelle liegen bei 15 Minuten. Zudem haben sie eine höhere Zuladung als ihre rein elektrischen Pendants.“ Allein schon an den Zapfsäulen sei der Wasserstoff-Lkw beim aktuellen Dieselpreis schon mit dem Diesel vergleichbar. „Nimmt man die reinen Betriebskosten, so sind Brennstoffzellen-Lkws schon jetzt vergleichbar mit dem Diesel. Der Diesel-Lkw verursacht bei einem Verbrauch von 30 Litern auf 100 km mittlerweile Kosten in Höhe von 65 Euro. Der Brennstoffzellen-Lkw verbraucht acht Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer, wobei bei einem Preis von 8,00 Euro pro Kilogramm Wasserstoff Kosten in Höhe von 64 Euro entstehen.“ Auf den Dieselpreis von 2,15 Euro kämen zudem noch die CO2-Abgabe von 20 Cent pro Liter, bei einem Preis pro Tonne CO2 von etwa 60 Euro. Außerdem sei der Brennstoffzellen-Lkw mautbefreit, was weiteren 35 Cent pro Kilometer Kostenvorteil entspreche.

Burkard weist zudem auf das aktuelle Förderprogramm des Bundes hin, mit dem die Anschaffungskosten für den Wasserstoff-Schwerlast-Lkws gefördert werden „und zwar 80 Prozent der Mehrkosten gegenüber dem Diesel bis zu einer maximalen Förderhöhe von 300.000 Euro.“ Auch die Frage, woher denn der Wasserstoff für die Lkws kommen soll, beantwortet Burkard. Die bereits vorhandenen und in den kommenden Jahren entstehenden Wasserstoff-Tankstellen werden aus dezentral betriebenen Elektrolyseuren gespeist, die ihren Strom aus regenerativen Energiequellen beziehen und damit auch noch die Stromnetze entlasten. Allein die beiden Tankstellen in Hünfeld-Michelsrombach und Eichenzell-Welkers haben eine Gesamtkapazität von drei Tonnen täglich. Damit könnten hier bereits jeden Tag 80 bis 100 Wasserstoff-Lkws versorgt werden.

Abschließend lädt Burkard ein zur HyWheels-Veranstaltung am 27.03.2026 ins 3G-Hotel im Technologiepark Fulda. Hier werden Fahrzeughersteller und Tankstellenbetreiber berichten, sind Probefahrten mit Brennstoffzellen-Lkws möglich und werden Musterkalkulationen rund um Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit geliefert.

Weitere Informationen unter: https://hywheels.de/events/hywheels-wasserstoff-update/