„Die letzten Jahre hatten wir das Pech, diesmal hatten wir das bessere Ende für uns“, freute sich Barockstadt-Vorstand Martin Geisendörfer über den Finaleinzug. Das eine oder andere Mal stand im Hessenpokal auch schon der OFC im Weg, zuletzt 2024 im dramatischen Elfmeterschießen in Fulda, als die Kickers vor den eigenen Fans jubeln durften. Diesmal war es andersrum – und das bedeutet für den Verein viel: „Das ist etwas Historisches, die erste Finalteilnahme für uns“, weiß Geisendörfer: „Und noch interessanter wird es ja, wenn wir noch die DFB-Pokal-Teilnahme schaffen würden“.
Dorthin geht der Blick mit einem Auge natürlich: Sollte Wehen Wiesbaden am Mittwoch bei Ober-Roden nachziehen und ins Finale kommen, könnte die SGB schon als Finalist in den DFB-Pokal einziehen – aber nur, wenn es der SVWW in Liga drei noch unter die Top Vier schafft. Aktuell haben die Hessen sechs Punkte Rückstand und verloren zuletzt gegen Rostock. Der Sieger des Endspiels hat das DFB-Pokal-Ticket sicher in der Tasche. Und auch, wenn es der Drittligist werden sollte, der erstmal an Pokal-Schreck Ober-Roden vorbei muss, betont Geisendörfer: „Klar spielen sie eine Klasse höher, aber in einem Pokalspiel ist alles möglich“. Den OFC sehen die Fuldaer übrigens bald schon wieder: Am 4. April in der Liga in Osthessen.
Die Werbung, die der Verein im Vorfeld des Siels am Bieberer Berg machte, zahlte sich aus: Rund 500 Fans waren im Gästeblock mit dabei und erlebten die Zapico-Show im Elfmeterschießen hautnah, dazu noch 200 bis 300 weitere Fuldaer Anhänger auf der Haupttribüne. „Das war wirklich gut besucht von Fuldaer Seite“, freut sich Geisendörfer. Über das Endspiel habe sich der Verein noch keine Gedanken gemacht, sicher wird es aber auch da wieder einen großen Aufruf geben, und der Vereinschef macht eine Ansage: „Vielleicht gelingt es uns, dass wir da die Fan-Hoheit haben“.
Klar ist: Nach einer tollen Mannschaftsleistung mit einem überragenden Torwart, wie der Vorstand bescheinigt, geht es erneut nach Offenbach: Zum Finale am 23. Mai. Die Terminierung im Rahmen des Finaltags der Amateure, der live in der ARD ausgestrahlt wird, erfolgt noch, wenn alle Paarungen soweit fix sind – in den Vorjahren stand das jeweils in der ersten Mai-Woche fest. Vom Mittag bis zum Abend gibt es mehrere Zeit-Slots, die infrage kommen würden.
„Gemeinsam für den Traum“ hatten die Fans am Dienstagabend auf ein Banner geschrieben. Dieser Traum lebt. Und soll auch in Gedenken an Dirk Schütrumpf realisiert werden.
