Ein sibirischer Winter, ein verletztes Mädchen und eine Familiengeschichte, die zwei Jahrhunderte umspannt: In „Das Gedächtnis der Töchter“ lässt Irene Langemann die Vergangenheit einer russlanddeutschen Familie lebendig werden. Was mit einer brutalen Schulhofszene 1969 beginnt, führt die junge Vera auf eine Reise zu ihren Wurzeln – zurück zu strenggläubigen Mennoniten im Zarenreich, durch die Schrecken von Stalinzeit, Deportation und Arbeitsarmee bis hin zu den Sommern am Schwarzen Meer. Virtuos verwebt Langemann historische Wahrheit und persönliche Erinnerung zu einer vielstimmigen Chronik von sechs Frauengenerationen. Ein Roman über Identität, Zugehörigkeit und über das Weitertragen von Geschichten. Für Anmeldungen kontaktieren Interessierte die Katholische Akademie bitte per E-Mail: katholische.akademie@bistum-fulda.de.
