Bezirksliga: DAFKS Fulda – FT Fulda 91:62 (46:30)
„Wir hatten uns vorgenommen, etwas intensiver bei Rebounds zu sein und defensiv näher am Mann zu stehen“, sagte DAFKS-Trainer Boris Jurcevic – und war schon zufriedener als beim Hinspiel gegen FT Fulda: Diese Ausrichtung führte zu einem Blitzstart des Aufsteigers, der mit 22:2 führte - schon da war das Tempo der Gastgeber hoch. „Wir haben viel gewechselt, von der Bank hat auch jeder die Intensität hochgehalten“. Dem musste auch FT-Trainer Felix Böhle zustimmen: „Wir hatten einen schweren Start ins Spiel, konnten offensiv nichts beisteuern und sind defensiv überrannt worden“.
Die FT Red Kites fokussierten sich viel auf Toni Jurcevic, der meist Dreh- und Angelpunkt des DAFKS-Spiels ist. Dadurch entstanden aber freie Räume an der Dreierlinie für die Teamkollegen von Jurcevic, die oft genutzt wurden. Misic und Grisza überzeugten mit guter Wurfquote – David Misic lieferte mit 23 Punkten seine beste Saisonleistung. „Der Junge wird ein großer Teil unserer Zukunft“, freute sich Coach Boris Jurcevic. Daniil Zaiets hatte wiederum den Auftrag, die besten Spieler von FT zu decken, und machte einen „souveränen Job“. Albesian Spahija und Colin Specht wirkten aus der zweiten Mannschaft beziehungsweise U18 von DAFKS im Derby ebenfalls mit und haben Eindruck hinterlassen. Die Youngster sollen generell kommende Saison noch mehr bei den Herren integriert werden.
Für FT Fulda endete die Saison mit der Derbyniederlage auf Platz acht – zumindest aber sah Trainer Böhle auch gegen DAFKS nochmal Fortschritte: „Ab dem zweiten Viertel konnten wir das Spiel etwas mehr an uns reißen – bis auf das erste Viertel war es ein enges Spiel. Die Differenz konnten wir aber leider nicht mehr aufholen“. Seine Spieler hätten sich die Pause nun verdient: „Im Sommer wollen wir uns dann intensiv auf die neue Saison vorbereiten, um dort das Ruder wieder rumzureißen“.
DAFKS Fulda wiederum spielte als Aufsteiger eine Fabel-Saison – und hätte sportlich sogar Meister werden können: „Wir sind das einzige Team mit nur drei sportlichen Niederlagen und haben in 2026 kein Spiel verloren“, war Jurcevic stolz. Allerdings kam die vierte Pleite am Grünen Tisch hinzu: Früh in der Saison, im September, kassierte seine Mannschaft eine 0:20-Wertung, da sich ein Spieler nicht ausweisen konnte, „der eh nicht gespielt hat“, so der Coach, der die Kommunikation und Zusammenarbeit im Bezirk Kassel diesbezüglich kritisiert.
Meister auf dem Papier ist erstmal der SV Treysa – die Red Caps wollen auch offenbar aufsteigen. Eine „große Gratulation“ schickt Jurcevic an seine alte Wirkungsstätte, Treysa war mit den Brüdern erst 2024 in die Bezirksliga aufgestiegen: „Sie haben einen tollen Job gemacht“. Michael Heberle ist der Architekt des Basketballs in Treysa, und ein guter Freund von Jurcevic, der gehört habe, „dass sie noch auf eine Wertung vom Rechtsausschuss warten“. Falls DAFKS wiederum überraschend noch eine Möglichkeit bekommen sollte, „wollen wir ohne Zweifel aufsteigen, da wir auch im direkten Vergleich besser als Treysa und Vellmar stehen“. Für Jurcevic und Co. gehe es nun erstmal mit 3x3 weiter: „Mal sehen, wo uns der Sommer hinbringen wird“.
DAFKS: Frederkindt, Friesen, Grisza (12), Illian (2), B. Jurcevic (7), T. Jurcevic (39), Mirnic, Misic (23), Spahija, Specht, Teppich (6), Zaiets (2).
FT Fulda: Burgeff, Ederle, Fast, Heins, Jehmlich, Kagerbauer, Nguyen, Samanski, Simon, Toteski, Weßler.
Bezirksliga: KSV Baunatal – TV Hersfeld 72:56 (36:17)
Für den TV Hersfeld endete die Saison in der Bezirksliga auf dem letzten Tabellenplatz: Auch beim KSV Baunatal, der bis dato nur zwei Siege mehr als die Titans auf dem Konto hatte, wurde es am Ende deutlich. Es war eine schwierige Saison für die Hersfelder, die sich nun sammeln und für die kommende Saison sportlich solide aufstellen wollen. Sollte es aus der Kreisliga aufstiegswillige Teams wie beispielsweise Meister Treysa III geben, geht es für den TV Hersfeld kommende Saison eine klasse Tiefer weiter.
Damen-Bezirksliga: CVJM Kassel II – TV Hersfeld 72:24 (29:15)
Das Saisonende für die Damen des TV Hersfeld war in etwa so zu erwarten: CVJM Kassel II war der Primus der kleinen Dreier-Bezirksliga und ließ auch im letzten Spiel nicht Federn. Die Hersfelderinnen spielten noch eine gute erste Halbzeit, doch im dritten Viertel gab es dann nur zwei Pünktchen, während Kassel 25 erzielte. Spannend war – und ist – ohnehin nur noch, wer in der kommenden Saison Damenmannschaften stellen kann und ob wieder ein Punktspielbetrieb auf Bezirksebene zustande kommt.
Jugend:
Für die U18 des TV Hersfeld gab es in der Landesliga nochmal eine deutliche Packung zum Saisonende: Zuhause verloren die Titans mit 75:119 (34:63) gegen den Vizemeister Gießen Pointers. Der TVH schloss die Runde damit auf Platz sechs ab, holte sportlich sieben Siege bei elf Niederlagen. Hoffnung machen die Auftritte dennoch, da aus dem Kader sicher der eine oder andere infrage kommt, um künftig Herrenluft zu schnuppern und die erste Mannschaft zu unterstützen.
Die U16 von FT Fulda gewann ihrerseits zum Abschluss in der Landesliga auswärts mit 77:74 (30:35) nach Overtime beim SV Darmstadt 98. Nach dem dritten Viertel lagen die Fuldaer sogar mit zehn Punkten hinten, holten den Rückstand bis zum Ende der regulären Spielzeit auf und belohnten sich dann in der Verlängerung mit dem neunten Saisonsieg und Rang sechs in der Abschlusstabelle.
In der U18-Bezirksliga hatte DAFKS Fulda seine Mannschaft vor wenigen Wochen zurückgezogen, FT Fulda bekam die Punkte für das direkte Duell und belegt nun Platz vier.
