Boxen/Kickboxen 27.03.2026

Countdown läuft: Kilic und Keune feilen am letzten Schliff

Fulda (jah) – Der Countdown läuft: In ziemlich genau vier Wochen steigt in der Fuldaer Esperantohalle das „Battle of Barock V“. Für Amateurboxer Dogan Kilic bedeutet das eine intensive Phase zwischen Training, Beruf und Verzicht, mit klarem Fokus auf den großen Moment: seinem Duell mit Viktor Schmidt – und auch Albin Keune fiebert dem Debüt im Ring entgegen, er bekommt es am 25. April mit Steffen Schäfer zu tun.

Dogan Kilic. Foto: privat

Albin Keune. Foto: Janosch Hensel

Noch sind es vier Wochen bis zum Kampfabend – eine Phase, in der sich für Dogan Kilic vieles zuspitzt. Im Brauns Gym arbeitet der Amateurboxer aktuell an den entscheidenden Details. Die Grundlagen sitzen längst, jetzt geht es um Feinschliff in jeder Situation. „Das Training läuft gut, natürlich ist es oft das Gleiche – viel Feinschliff in jeglicher Lage, Fitness und das Arbeiten an der Technik“, beschreibt Kilic seinen aktuellen Trainingsalltag. Besonders wichtig sei ihm derzeit auch das Sparring: „Viel Sparring, viele Wettkampfsituationen – genau das bringt dich weiter.“

Doch nicht nur im Gym investiert Kilic Zeit und Energie. Auch außerhalb der festen Einheiten zieht er das Pensum weiter an: „Auch privat mache ich ein bisschen mehr, vier bis fünf Mal die Woche – Fußball, auch Boxen. Der Fokus liegt ein bisschen mehr auf Ausdauer, ich nutze alle Möglichkeiten, die ich habe.“ Dabei ist die Belastung nicht zu unterschätzen, Kilic steht parallel voll im Berufsleben. Gerade am vergangenen Wochenende, als er auf der Fuldaer Baumesse „hausplus“ im Einsatz war, wurde das deutlich. „Der Beruf geht natürlich vor. Es gab dem einen oder anderen Trainingstag, den ich nicht geschafft habe. Wir sind Amateure, das muss man managen“, sagt er offen. Die Doppelbelastung sei enorm: „Das frisst extrem viel Zeit aktuell und ist schon aufwendig mit Freizeit und Beruf.“ Viel Raum für Privates bleibt da nicht, das nimmt Kilic aber bewusst in Kauf: „Man hat sehr wenig Zeit für Privates, aber man hat es sich ja ausgesucht – aus guten Gründen. Es macht Spaß, auch wenn andere Dinge in den Hintergrund rücken.“ Umso größer ist die Vorfreude auf die Zeit nach dem Kampf: „Danach bin ich erstmal froh, sagen zu können: keine Verpflichtungen mehr.“

Trotz der intensiven Vorbereitung hält sich die Nervosität aktuell noch in Grenzen. „Aber je näher der Tag kommt, desto größer wird die Aufregung“, sagt Kilic. Die vergangenen Wochen seien dabei wie im Flug vergangen: „Die Zeit ging schneller rum als gedacht.“ Was bleibt, ist eine gesunde Mischung aus Emotionen: „Vorfreude und Aufregung – das ist völlig in Ordnung. Deswegen macht man das ja, man sollte es genießen.“

Auch Keune im Endspurt-Modus

Neben Kilic bereitet sich auch Albin Keune im Brauns Gym auf seinen Kampf gegen Steffen Schäfer vor – ebenfalls mit klarem Fokus auf die kommenden Wochen. Gerade rund um die Osterzeit setzt er eigene Schwerpunkte: „Der Schwerpunkt liegt natürlich auf Ernährung und Cardio“, erklärt Keune. Die Feiertage nutzt er dabei gezielt – auch wenn Familie und Training unter einen Hut gebracht werden müssen: „Letztendlich sind das ganz normale Trainingstage, aber Ostermontag verbringe ich mit der Familie.“ Insgesamt bleibt der Fokus aber klar auf dem Sport: „Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag, je näher der Kampf rückt.“ Für Keune geht es jetzt vor allem darum, die intensive Phase gut zu überstehen: „Es gilt, jetzt erstmal verletzungsfrei und krankheitsfrei durch diese hochintensive Phase kommen.“