Die Buchvorstellung lockte einige Besucher in das Adalbert-Endert-Haus. Die Sitzreihen waren gefüllt mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. „Das Werk erreicht viele Menschen – wie wir sehen können“, begrüßte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die vielen Besucher. Die Idee zu dem Buch entstand im Rahmen einer Dokumentation zur Fuldaer Stadtgeschichte. Während den umfangreichen Arbeiten fiel den Verantwortlichen eine große Lücke bei den Stadtteilen Horas und dem Aschenberg auf. „Es gab keine eigene Chronik zu den beiden Stadtteilen“, bedauerte Co-Autor Kiel.
Daraufhin erarbeiteten die mittlerweile leider verstorbene Initiatorin Susanne Bohl, geb. Rill, und Autorin Marita Glaser über die vergangenen Jahre hinweg ein ausführliches Zeitbuch, das die historischen Ereignisse in chronologischer Reihenfolge darstellt. Im Buch „Horas und Aschenberg – Facetten eines Fuldaer Stadtteils im Wandel der Zeit“ werden die Ereignisse in elf Kapiteln aufgegriffen. Von Funden aus der Steinzeit über Geologie und Urbarmachung, auf dem Weg des heiligen Bonifatius bis hin zum modernen Stadtteil mit den „Wolkenkratzern“, begeben sich die Leser in 256 Seiten auf eine informative Reise. Ergänzt durch eine große Anzahl an Bildern und Illustrationen durch Zeitzeugen wird die Stadtregion in verschiedenen Themenbereichen, wie beispielsweise besondere Gebäude und Siedlungen oder bekannte Persönlichkeiten, mit all ihren Facetten und Geschichten vorgestellt.
Bohl konnte die Veröffentlichung der ersten Ortschronik der Fuldaer Stadtteile nicht miterleben. Sie verstarb vor zwei Jahren, als ein Großteil der Arbeiten zu dem Buch bereits erledigt waren. Daraufhin übernahm Kiel einige, vor allem logistische, Aufgaben, bis zur offiziellen Erscheinung. Um die Arbeit von Bohl zu würdigen, wurde ein Bild der Autorin auf der Bühne aufgestellt. „Ich hoffe, dass sie von oben zuschaut, und zumindest ein wenig stolz auf uns ist“, sagte Glaser. Im Anschluss lasen die Autoren jeweils eine kurze Passage aus jedem der elf Kapitel vor. Oberbürgermeister Wingenfeld konnte das Zeitbuch nur empfehlen. Besonders aufgrund der humorvollen und personenbezogenen Aufarbeitung: „Es zeigt die unterschiedlichen Facetten in Horas und Aschenberg – und das in verständlicher Sprache“. Ebenfalls vor Ort war Michael Imhof, vom gleichnamigen Imhof-Verlag, in dem das Werk erschienen ist.
