Als Reaktion kündigte Irans Revolutionsgarde, die Elitestreitkräfte des Landes, Vergeltung an. Sie startete Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Region. In Israel wurden bei Angriffen auf die Stadt Beit Schemesch mindestens neun Menschen getötet, weitere verletzt. In Dubai wurde das Luxushotel Burj Al Arab beschädigt, zwei Menschen leicht verletzt. Die Revolutionsgarde behauptete, den US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln im Persischen Golf getroffen zu haben. Das US-Verteidigungsministerium (Centcom) wies dies jedoch zurück: „Die 'Lincoln' wurde nicht getroffen. Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen.“
Auch der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad kam bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben. Das US-Militär meldete zudem drei getötete Soldaten und fünf Schwerverletzte, nach Medienberichten ereignete sich der Angriff in Kuwait. Ein iranisches Kriegsschiff der Jamaran-Klasse wurde versenkt. Laut US-Präsident Trump wurden bei den israelisch-amerikanischen Angriffen zudem neun Schiffe der iranischen Marine zerstört, einige davon „relativ groß und wichtig“. Das Hauptquartier der iranischen Marine sei weitgehend zerstört worden, teilte Trump in sozialen Medien mit.
Für die Übergangsphase übernimmt ein dreiköpfiger Rat die Verantwortung: Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und Wächterratsmitglied Alireza Arafi. Gleichzeitig meldete sich der Schah-Sohn Reza Pahlavi zu Wort und brachte sich als möglicher Interimsführer ins Spiel.
Israels Premier Benjamin Netanjahu bestätigte, dass die israelische Armee derzeit „mit zunehmender Intensität das Herz Teherans“ angreife. „Wir befinden uns in einer Kampagne, in der wir die volle Schlagkraft der IDF einsetzen wie nie zuvor, um unsere Existenz und unsere Zukunft zu sichern“, erklärte Netanjahu. „Die gemeinsame Anstrengung mit den Vereinigten Staaten ermöglicht es uns, dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen.“
Bei den Angriffen waren auch US-amerikanische B-2-Stealth-Bomber im Einsatz, bestückt mit 2000-Pfund-Bomben, die Irans gesicherte Raketenanlagen angriffen. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats, Tom Cotton, rechnet mit wochenlangen Luftangriffen, ein großangelegter Bodeneinsatz sei derzeit nicht geplant.
Der Iran griff in der Gegenreaktion auch Militärbasen im Irak und Jordanien an, darunter Standorte der Bundeswehr. Alle Geschosse und Drohnen wurden abgefangen, ein US-Soldat wurde leicht verletzt. Zudem wurden Tanker und Schiffe in der Straße von Hormus und vor der Küste Omans angegriffen, darunter der Tanker MKD VYOM, bei dem ein Besatzungsmitglied getötet wurde. Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd sowie Maersk leiten Schiffe aktuell über das Kap der Guten Hoffnung um.
Die internationale Reaktion fällt unterschiedlich aus. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Lage als „völkerrechtliches Dilemma“ und kündigte intensive Beratungen der Bundesregierung an. Merz forderte, dass Teheran die wahllosen Angriffe auf Staaten in der Region sofort beendet, und betonte die Notwendigkeit einer Agenda für den „Tag danach“, um Stabilität und Friedensordnung im Nahen Osten zu sichern. Er mahnte auch eine engere transatlantische Zusammenarbeit und härtere Sanktionen gegen Aggressoren an. US-Präsident Trump zeigte sich zudem gesprächsbereit mit Iran, wobei unklar ist, ob die iranische Seite tatsächlich teilnehmen will.
Die EU, unter Leitung von Außenbeauftragter Kaja Kallas, plant Gespräche zur Deeskalation. Der Vermittlerstaat Oman rief zu einer sofortigen Waffenruhe auf. Russland und China verurteilten die Angriffe als inakzeptabel, während die Hisbollah Widerstand gegen die „Aggression“ ankündigte. Die Vereinigten Arabischen Emirate warnten Iran vor weiteren Angriffen auf die Golfstaaten. Europaabgeordneter Manfred Weber betonte die Notwendigkeit, die iranische demokratische Opposition zu unterstützen, insbesondere Frauen und Jugendliche, und den Zugang zu Raketen und Atomtechnologie zu verhindern.
Die militärischen und wirtschaftlichen Folgen in der Region sind erheblich. US-Stützpunkte, Ziele in Oman, Zypern, der Persische Golf und die Straße von Hormus wurden angegriffen. Kreuzfahrtschiffe sitzen im Persischen Golf fest, Flughäfen sind lahmgelegt, tausende Reisende – darunter viele Deutsche – können die Region nicht verlassen. Hauptlieferanten für Öl und Gas nach Deutschland sind zwar nicht betroffen, jedoch könnten Preissteigerungen global auftreten. Internationale Organisationen wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bereiten Sondersitzungen vor, um die Entwicklung des iranischen Atomprogramms zu prüfen.
Während Tausende Iraner in Teheran trauerten, demonstrierten Exil-Iraner weltweit gegen das Regime. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und kann weitreichende militärische, politische und wirtschaftliche Folgen haben.
