Und der FCS war jüngst in den Schlagzeilen, da er mit Fan Zhendong seinen Superstar nach nur einer Saison wieder verliert: Der Olympiasieger wechselt zu Borussia Düsseldorf, dabei könnte er im Endspiel dieses Jahr noch auf seinen neuen Club treffen. Die Saarländer sind auf Playoff-Kurs in der Bundesliga, Düsseldorf aber Spitzenreiter. Dass das für Saarbrücken womöglich gar nicht so schlimm ist, erklärt Maberzells Präsident Stefan Frauenholz: Denn in der TTBL gibt es erstmals ein kompaktes Final-Four als Finalturnier, somit entfallen auch die Heimvorteile. Der Meister der regulären Saison dürfe sich außerdem den Gegner im Halbfinale aussuchen, entweder den Dritten oder den Vierten.
So spielte Saarbrücken am Mittwochabend in Bad Homburg mit einer Rumpftruppe und verlor mit 2:3 – nur Patrick Franziska schlug als Bundesliga-etablierter Spieler auf. Kein Fan Zhendong, kein Jorgic und kein Muramatsu. „Hätte ich in der Haut von Bad Königshofen oder Grünwettersbach gesteckt, hätte ich mich ganz schön geärgert“, sagt Frauenholz offen über den Abstiegskampf, in dem Bad Homburg nun einen riesigen Schritt gemacht hat. Gegen die Maberzeller wird Saarbrücken wohl wieder mit dem Topteam auflaufen: „Bei den Heimspielen ist Fan mit dabei, das hatten sie schon angekündigt“, so Frauenholz. Jorgic ist bisher sogar bester Saarbrücker mit einer 12:1-Bilanz, Fan folgt mit 13:3, Franziska steht bei 10:6 und Muramatsu bei 3:0. Der Japaner ist aktuell aber leicht angeschlagen.
Bei den Maberzellern geht es um nichts mehr, daher wird auch personell kein Risiko eingegangen, so der Präsident, der dies guten Gewissens sagen kann, da das Duell auch keine Implikationen auf andere Teams hat: Die Spiele von Ovtcharov und Groth seien ausgeschöpft, „Dima“ wird nur nochmal beim letzten Heimspiel gegen Dortmund dabei sein. Dafür werden Fanbo Meng, Ruwen Filus und „Papa“ Qing Yu Meng in Saarbrücken aufschlagen und ihr Glück gegen den großen Favoriten versuchen. Cheftrainer Meng kratzte ja das eine oder andere Mal schon an einer Überraschung und sammelte zuletzt Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft, die in der Oberliga übrigens Meister wurde und in die Regionalliga aufsteigen dürfte. Der TTC-Trainer war unter anderem schon in Berlin beim Bundesliga-Duell gegen Düsseldorf an der Platte und forderte Kanak Jha mächtig heraus (2:3). „Möglich ist alles“, lacht Frauenholz also. Vielleicht gibt es ja das Duell mit Weltstar Fan Zhendong.
