Die Mannschaft von Trainer Slobodan Grujic setzte der Partie von Anfang an den Stempel auf. Feng Yi-Hsin brachte Grenzau durch einen gänzlich ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen Juan Perez auf die Siegesbahn und heizte das heimische Publikum in der Zugbrückenhalle erstmals an. Feng wurde in der Woche seiner Rolle als Grenzaus Spitzenspieler gerecht: Der Taiwanese gewann alle vier Einzel gegen den BVB und Bad Homburg. In der laufenden Spielzeit weist er damit nun eine Bilanz von 15 Siegen bei neun Niederlagen auf.
Es folgte Luka Mladenovic, der auf Jo Yokotani, Bad Homburgs Spitzenspieler, traf. Der Luxemburger in Grenzaus Trikot eilte zu einem schnellen 11:5-Satzgewinn zum Auftakt und profitierte dabei von Yokotanis Problemen mit dem Anti-Topspin-Belag. In den folgenden Sätzen fand der Japaner bessere Lösungen und setzte immer wieder krachende Topspins zu direkten Punktgewinnen. Mladenovic bewies jedoch einmal mehr seinen Kampfgeist. Er blieb in beiden Sätzen in Reichweite und hatte zweimal in der Verlängerung die besseren Nerven. Damit ging auch das zweite Einzel des Abends in drei Sätzen an die Gastgeber.
Packender Andras-Sieg einziges Highlight für Bad Homburg
Nach der Pause stiegen Martin Allegro und Csaba Andras in die Box. Andras war beauftragt, das Comeback für die Hessen einzuleiten, und setzte sich schnell mit einem 2:0-Vorsprung ab, musste aber prompt den dritten Satz deutlich abgeben. Im vierten Satz entwickelte sich dann ein wilder Schlagabtausch: Allegro schien die Partie ungefährdet in den Entscheidungssatz zu schicken und führte deutlich mit 9:3.
Doch Andras drehte das Momentum, erzielte sieben Punkte in Serie und erspielte sich damit seinen ersten Matchball. Diesen wollte der Rumäne mit einem Rückhandflip vollenden, setzte ihn jedoch zu lang an. Im Laufe der wilden Verlängerung vergab Andras drei weitere Matchbälle, schließlich war es Allegro, der den Satz 19:17 gewann und den Decider forcierte. Diesen gewann Andras schlussendlich mit seinem fünften Matchball – ein Netzroller, der dieser spektakulären Partie ein bitteres Ende aus Grenzauer Sicht verschaffte. Zum Abschluss gewann Feng im Duell der Einser gegen Yokotani erneut mit 3:0 und tütete die wichtigen zwei Punkte für die Gastgeber ein.
Grenzau mit Polster, Bad Homburg noch nicht sicher
In der Tabelle springt Zugbrücke innerhalb von drei Tagen vom elften auf den neunten Platz. Mit 14 Punkten beträgt der Vorsprung auf den Letzten sechs Punkte. Derzeit steht dort der ASC Grünwettersbach mit acht Zählern, Bad Königshofen (10 Punkte) sowie Bad Homburg (12) sind noch von akuter Abstiegsnot betroffen. Durch die Bewerbung des TSV Windsbach auf eine Lizenz in der TTBL droht dem Tabellenletzten am Saisonende der Fall in die Zweitklassigkeit.
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg 3:1
Feng Yi-Hsin – Juan Perez 3:0 (11:5, 11:7, 11:2)
Luka Mladenovic – Jo Yokotani 3:0 (11:5, 12:10, 12:10)
Martin Allegro – Csaba Andras 2:3 (8:11, 7:11, 11:5, 19:17, 11:9)
Feng Yi-Hsin – Jo Yokotani 3:0 (12:10, 11:9, 11:4)
Tabelle:
1 | Borussia Düsseldorf | 18 | +24 | 30:6 |
2 | SV Werder Bremen | 18 | +21 | 28:8 |
3 | 1. FC Saarbrücken | 18 | +23 | 26:10 |
4 | 18 | +14 | 24:12 | |
5 | TTF Liebherr Ochsenhausen | 18 | -1 | 18:16 |
6 | Borussia Dortmund | 18 | -5 | 18:18 |
8 | TTC Fulda-Maberzell | 18 | -5 | 16:20 |
7 | Post SV Mühlhausen | 18 | -11 | 14:22 |
9 | OE Bad Homburg 1987 | 18 | -12 | 12:24 |
10 | TTC Zugbrücke Grenzau | 18 | -17 | 12:24 |
11 | TSV Bad Königshofen | 18 | -17 | 10:26 |
12 | ASC Grünwettersbach | 18 | -14 | 8:28 |
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