„Dem Ruwen sei Dank“, brachte es Maberzells Präsident Stefan Frauenholz auf den Punkt: „Er war mit einer eitrigen Zahnentzündung angeschlagen und hat sich durchbeißen müssen, damit wir überhaupt drei Spieler aufbieten konnten.“ Der Defensivspezialist war der entscheidende Faktor im Duell mit dem Tabellenfünften: An Position zwei ließ Filus Leonardo Iizuka beim 3:0 nicht den Hauch einer Chance, ehe der 38-Jährige gegen Iulian Chirita seine Comeback-Fähigkeiten bewies: Beim Stand von 1:2 sicherte sich Filus den vierten Durchgang knapp mit 11:9 und erzielte wenig später im Entscheidungssatz beim Stand von 7:9 vier Punkte in Folge – eminent wichtig auch deshalb, weil Fanbo Meng an Position eins zuvor mit 0:3 das Nachsehen hatte. „Er hat im ersten und dritten Satz jeweils mit 10:8 geführt und insgesamt fünf Satzbälle vergeben“, haderte Frauenholz: „Er macht das stellenweise sehr gut und hat auch heute wieder gut gespielt, teilweise hat er aber einfach Probleme, den Sack dann auch zuzumachen.“
Die Niederlage Mengs sollte jedoch nicht ins Gewicht fallen – einerseits dank Ruwen Filus, andererseits aber auch aufgrund des wiedererstarkten Jonathan Groth: Der Däne war in den vergangenen Wochen, auch wegen einer hartnäckigen Handverletzung, stets auf der Suche nach seiner Form. Davon war gegen den starken Österreicher Andreas Levenko aber nur noch wenig zu sehen: Beim 3:1 sicherte sich Groth nach zwischenzeitlichem 6:10-Rückstand noch den zweiten Satz in der Verlängerung (14:12), und ließ sich auch von einem deutlichen 4:11 im dritten Durchgang nicht aus der Bahn werfen. „Er kommt langsam wieder richtig zurück, die Handverletzung hat ihn total aus der Bahn geworfen“, bestätigte Frauenholz: „Das hat er jetzt hoffentlich überwunden, Jonathan war heute mitentscheidend für den Sieg.“ Den tütete dann wiederum Filus mit dem 3:2 gegen Iulian Chirita ein.
Sowohl Ochsenhausen als auch Maberzell mussten jeweils auf ihre Topspieler verzichten: Shunsuke Togami bei den Gastgebern und „Dima“ Ovtcharov konnten verletzungsbedingt nicht spielen. „Das war natürlich das Glück für uns, dass bei Ochsenhausen auch die etatmäßige Nummer eins gefehlt hat“, analysierte Frauenholz abschließend: „Bei beiden waren die Spitzenspieler nicht dabei, wir haben das heute dann etwas besser gelöst. Den Klassenerhalt haben wir jetzt zu 99,9 Prozent sicher, Fakt ist aber auch, wenn Dima und Jonathan beide topfit sind, gehören wir zu den Spitzenteams der Liga.“
TTF Ochsenhausen - TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 1:3
Julian Chirita - Fanbo Meng 3:0 (13:11, 11:2, 12:10)
Leonardo Iizuka - Ruwen Filus 0:3 (7:11, 12:14, 7:11)
Andreas Levenko - Jonathan Groth 1:3 (4:11, 12:14, 11:4, 7:11)
Julian Chirita – Ruwen Filus 2:3 (9:11, 11:5, 13:6, 9:11, 9:11)
